Corona Pandemie/Update: Wartet das Comeback d...
 
Corona Pandemie/Update

Wartet das Comeback der Maskerade?

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Am 23. Oktober wird entschieden, ob die Maskenpflicht zurückkehrt, auch im Lebensmittelhandel. Ein schlechter Zeitpunkt, wie Handelsobmann Rainer Trefelik warnt.
Am 23. Oktober wird entschieden, ob die Maskenpflicht zurückkehrt, auch im Lebensmittelhandel. Ein schlechter Zeitpunkt, wie Handelsobmann Rainer Trefelik warnt.

Ende Oktober will die Bundesregierung über die Rückkehr der Maskenpflicht, auch im Lebensmittelhandel entscheiden. Handelsobmann Rainer Trefelik argumentiert natürlich dagegen.

Die Bilder sind vertraut, die Atmungseinschränkung der Handelsangestellten noch nicht vergessen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigen ungebremst, die Gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination (GECKO) hatte Anfang Oktober erst empfohlen, wieder vermehrt FFP2-Masken zu tragen – insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Innenräumen. Sigrid Maurer, die Klubobfrau der Grünen, sprach sich bereits für eine Rückkehr der Maskenpflicht auch im Lebensmittelhandel aus. Am 23. Oktober will das zuständige Ministerium darüber entscheiden. Gesundheitsminister Johannes Rauch ist, wie aus orf.at herauszulesen ist, noch zurückhaltend mit dem Comeback der Maske. Er werde die Situation noch weiter beobachten und sich an die Empfehlungen der GECKO halten, wie es aus einem Hintergrundgespräch mit Medienvertretern hervorgeht.

Doch was würde ein Comeback der Maskenpflicht für den Handel selbst bedeuten? Rainer Trefelik, Bundesspartenobmann des Handels in der WKÖ hat erneut darauf hingewiesen, dass die neue Maskenpflicht im Handel ein "massiver Rückschritt am Weg zur Normalität wäre." Für ihn sei es sehr bedauerlich, dass aufgrund der steigenden Infektionszahlen "nun offenbar wieder Grundsätze über Bord geworfen werden, wie sie eigentlich im Corona-Management-Plan der Bundesregierung angeführt sind", so Trefelik weiter. Er sieht in der Rückkehr der Maskenpflicht bloße Symbolpolitik. "Wir haben nach zweieinhalb Jahren Corona scheinbar noch immer nichts gelernt. Denn die Erfahrung hat uns gelehrt, dass der Handel kein Treiber des Infektionsgeschehens ist. Die Ansteckungen geschehen anderswo", so Trefelik: "Es ist vor allem an der Zeit, die Eigenverantwortung zu stärken", jeder Bürger in Österreich habe die Wahl, sich kostenfrei impfen zu lassen oder auch in Eigenverantwortung eine Maske zu tragen.

Zudem leide der österreichische Handel massiv unter der Eintrübung der Konjunktur. "Aufgrund der vielen Unsicherheiten durch die gestiegenen Energiekosten ist die Stimmung der Konsumenten ohnehin sehr schaumgebremst. Hier können wir nicht noch zusätzliche Hemmnisse gebrauchen", warnt Trefelik. Denn auch das habe die Erfahrung aus gut zweieinhalb Jahren Pandemie gelehrt: Das Tragen der Maske schmälert das Einkaufserlebnis und drückt somit auf die Umsätze des Handels. Aber auch diverse Events im Herbst und Winter, die Handel und Tourismus als wichtige Impulse brauchen, wären durch die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Gefahr.
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