Coronavirus / Lockdown im Handel: Darf der ge...
 
Coronavirus / Lockdown im Handel

Darf der gesamte Handel aufsperren?

Markus Winkler/Pixabay.com

Über eine Verlängerung des Lockdowns sowie verschärfte Maßnahmen wird aktuell diskutiert. Der Handel könnte aber schrittweise öffnen. "Wir wollen und können aufsperren", betont Handelsbranchensprecher Rainer Trefelik.

Heute Freitag berät die Bundesregierung mit den Landeshauptleuten und den Sozialpartnern über das weitere Vorgehen in der Coronaviruskrise. Am Samstag soll die Bevölkerung informiert werden. Als wahrscheinliche Maßnahmen gelten die Verlängerung des Lockdowns sowie die Verpflichtung des Tragens von FFP2-Masken in vielen Bereichen. Grund dafür soll neben den nach wie vor hohen Neuinfektionszahlen auch die Gefährlichkeit der Corona-Mutation B.1.1.7 sein. Gleichzeitig steht aber auch die vorsichtige, schrittweise Öffnung des Handels im Raum. 

Der heimische Handel sieht sich dafür bereit. "Wir wollen und können aufsperren", erklärt Rainer Trefelik, Sprecher der Bundessparte Handel der WKÖ. "Unsere Betriebe haben bereits unter Beweis gestellt, dass sie unter Einhaltung aller vorgegebenen Maßnahmen sicheres Einkaufen ermöglichen können. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wieder arbeiten, und unsere Kundinnen und Kunden freuen sich darauf, wieder in unsere Geschäfte zu kommen". Ähnlich sieht das auch Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Der Handel sei kein Corona-Hotspot betont er und verweist auf eine Studie der renommierten US-Eliteuniversität Stanford, wonach Geschäftsschließungen keinen signifikanten Effekt auf das Corona-Infektionsgeschehen haben. Man würde allerdings auch FFP2-Masken in Kauf nehmen, wenn damit eine rasche Öffnung der Geschäfte einhergeht.
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