Regio Plan/Coronavirus: 56 Prozent der Verkau...
 
Regio Plan/Coronavirus

56 Prozent der Verkaufsfläche wieder offen

AlanDavidRobb - Pixabay
Geschäfte unter 400 Quadratmeter dürfen ab 14. April das "Geschlossen"-Schild wieder umdrehen.
Geschäfte unter 400 Quadratmeter dürfen ab 14. April das "Geschlossen"-Schild wieder umdrehen.

Die neuen Maßnahmen der Bundesregierung reaktivieren 4,1 Millionen Quadratmeter Geschäftsfläche. Die Verluste des stationären Handels verringern sich von 140 Millionen auf 105 Millionen Euro pro Tag.

Trotz der guten Nachrichten für Baumärkte, Gartencenter und Geschäfte unter 400 Quadratmeter ab 14. April wieder öffnen zu dürfen, bleiben laut Regio Plan 44 Prozent der Verkaufsfläche weiterhin still gelegt. Vorläufig geschlossen bleiben Großflächen (ausgenommen sind die Lebensmittelbranche, Drogerien und Apotheken). Betroffen sind damit die großflächigen Bekleidungsfilialisten, Elektronikhändler und Möbelhauser  diese machen immerhin 30 Prozent der gesamten Verkaufsfläche aus. 

Für kleinere Shops in Einkaufsstraßen könnte das zum Problem werden, da die "Großen" als Frequenzbringer dienen. Wenn sie geschlossen haben, fehlt auch den kleinen Geschäften die notwendige Passantenanzahl vor dem Geschäft. Es wird daher davon ausgegangen, dass viele der kleinen Geschäfte in den Einkaufszonen weiterhin freiwillig geschlossen bleiben.

Positiv ist, dass der Umsatzverlust des stationären Einzelhandels von 140 Millionen Euro brutto pro Tag (Wohnbevölkerung plus Touristen) durch die angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung wohl auf etwa 105 Millionen Euro fallen werden. Der österreichische Gastronomiesektor verliert jedoch immer noch durchschnittlich etwa 63 Millionen Euro brutto pro Tag.

Längerfristige Auswirkungen

Die geringsten Veränderungen werden jene Branchen erleben, die auch in der Krise kaum unter den Maßnahmen der Regierung gelitten haben: Lebensmittel, Drogerie, Apotheken. In vielen anderen Branchen ist sichtbar geworden, dass die Synthese zwischen stationärem Einkauf und den Möglichkeiten des Internets oft noch nicht optimal funktioniert, insbesondere was Onlineshops, Angebote und vor allem die Zustellung betrifft. Die sogenannte Customer-Journey ist also dringend zu optimieren. Und dabei zeigt sich, dass kleine lokale Akteure flexibler und kreativer sein können, als einige große „Schlachtschiff“-Filialisten.
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