CASH+/Coronavirus: Kundenkarten bleiben in Ve...
 
CASH+/Coronavirus

Kundenkarten bleiben in Verwendung

Unser Ö-Bonus Club/ Payback

Sowohl Payback als auch der jö Bonus Club wollen die Verwendung von Kundenkarten unter Einhaltung aller empfohlenen Schutzmaßnahmen weiterhin erlauben.

Die WKO und der ÖGB haben gestern einige Änderungen zum Schutz der Handelsangestellten vereinbart. Neben einer Kürzung der Öffnungszeiten, gehört dazu auch die Empfehlung, während der Ausnahmesituation beim Einkauf auf das Scannen der Kundenkarten durch die Beschäftigten zu verzichten, damit es zu keinen zusätzlichen Berühungen zwischen Kunden und Kassamitarbeitern kommt. Eine solche Einschränkung trifft vor allem die beiden Anbieter Payback und jö Bonus Club. CASH hat nachgefragt, wie die Unternehmen mit der Empfehlung der Sozialpartner umgehen.

Payback Österreich-Geschäftsführer Walter Lukner hat sich diesbezüglich heute intensiv mit seinen vier Handelspartnern, die ihre Filialen nach dem aktuellen Gesetz noch geöffnet haben dürfen, ausgetauscht. Nach dem Abwiegen aller Pro- und Contras hätte man gemeinsam mit dm drogerie markt, Unimarkt, BP und Fressnapf beschlossen, die Kundenkarten weiterhin optional anzubieten. "Sicherheit und Schutzmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter im Handel haben oberste Priorität. Deshalb begrüßen wir die von den Sozialpartnern empfohlenen Maßnahmen. Alle unsere stationären Partner, die aktuell geöffnet haben, verfügen an den Kassen über Handscanner, sodass die Payback-Karte - oder bei App-Nutzung das Handy - vom Kassenpersonal nicht in die Hand genommen werden muss. Damit sind Hygiene und Sicherheit beim Punktesammeln jederzeit gewährleistet", erklärt Lukner. Ersten Tests zufolge können die Karten auch durch das in vielen Filialen verbaute Plexiglas kontaktlos eingescannt werden, so Lukner.

Auch Ulrike Kittinger, Geschäftsführerin des jö Bonus Clubs, unterstützt die Maßnahmen, sagt aber auch: "Wir wollen unsere Kunden weiterhin und gerade jetzt beim Sparen unterstützen. jö-Mitglieder können ihre jö-Karte also selbstverständlich weiter verwenden. Wir bitten Kunden jedoch die jö-Karte kontaktlos zu benutzen und selber über den Scanner zu halten. In Geschäften, wo ein Handscanner zur Verfügung steht, können die Kassamitarbeiter wie bisher ihre jö-Karte auch ohne diese zu berühren scannen. Alternativ können – wo sie bei unseren Partnern zur Verfügung stehen – natürlich auch die Self-Check-out-Kassen kontaktfrei genutzt werden", schildert Kittinger. In einigen Bipa-Filialen sind bereits Zettel ausgehängt, auf denen Kunden dazu aufgefordert werden, ihre Kundenkarten selber zu scannen.  

Einschränkungen gibt es aber bei den Postzusendungen der persönlichen Kundenclub-Vorteile, die laut Kittinger bis auf weiteres eingestellt werden. "In der jö-App finden Mitglieder ihre persönlichen Vorteile sowie ihre digitale jö-Karte auch weiterhin wie gewohnt. Unser Geburtstagsmailing, welches sich schon in Verteilung befindet, erhalten Kunden in den nächsten Wochen aber noch", beruhigt die Geschäftsführerin.

Diskonter Lidl trifft die Empfehlung von WKO und ÖGB nicht, da man laut Hansjörg Peterleitner aus der Unternehmenskommunikation, bewusst über keine physische Kundenkarte verfügt, sondern nur die Lidl Plus-App anbietet. Mit dem Smartphone der Kunden kommen die Lidl-Mitarbeiter auch nicht in Berührung, da an den Kassen separate Terminals installiert sind, mit denen Kunden ihre App selber scannen müssen, um zu den Vorteilen zu kommen. 



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