GPA-djp/Handelsverband/Coronavirus: Maskenpau...
 
GPA-djp/Handelsverband/Coronavirus

Maskenpause für Mitarbeiter

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15 Minuten Pause nach 2 Stunden Arbeit für Handelsmitarbeiter fordert die GPA-djp.
15 Minuten Pause nach 2 Stunden Arbeit für Handelsmitarbeiter fordert die GPA-djp.

Die GPA-djp fordert 15 Minuten zusätzliche Pause für alle Handelsmitarbeiter, die bei ihrer Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Beim Handelsverband stößt dies auf wenig Gegenliebe.

Bereits Ende Juli hat die GPA-djp gefordert, dass Handelsmitarbeiter eine bezahlte "Maskenpause" von 15 Minuten nach zwei Stunden Arbeit erhalten sollen. Barbara Teiber, Vorsitzende der GPA-djp, dazu: "Die Handelsangestellten verrichten bei der momentanen Hitze oft Schwerarbeit mit Maske, es braucht hier dringend eine Entlastung. Ein klassischer Tag einer Handelsangestellten: In der Früh bis zu einer Tonne Obst und Gemüse verräumen, dann zwei Stunden hinter der heißen Theke bei ohnehin großer Hitze und anschließend kassieren, immer unter Druck von teils unfreundlichen Kundinnen und Kunden. Das ist schwere Arbeit, die durch das Tragen der Maske noch erschwert wird."

Teiber fordert von der Politik: "Diese Supermarktangestellten sind genau die Heldinnen und Helden, die vor drei Monaten noch beklatscht wurden. Jetzt brauchen sie die Unterstützung der Politik. Führen Sie die bezahlte Maskenpause ein, lassen Sie die Handelsangestellten nicht im Stich. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Handelsbeschäftigten durchschnaufen können. Klatschen und Loben bringen keine Erleichterung. Ich erwarte mir die Zustimmung aller Parteien zu einem Antrag für eine Maskenpause."

In einer aktuellen Aussendung der Handelsgewerkschaft heißt es zudem seitens Teiber: "Die gesamte Branche und ihre Beschäftigten haben während der Coronakrise enorm viel Flexibilität und Einsatzbereitschaft gezeigt. Es ist enttäuschend, dass bei einer Regelung, die den Angestellten konkrete Erleichterung bringen würde, mit vorgeschobenen Argumenten wie Personalplanung argumentiert wird. Mit gutem Willen und Flexibilität wäre eine entsprechende Regelung sicher umsetzbar. Jetzt können die Parlamentsparteien zeigen, ob ihnen die Bedürfnisse Corona-HeldInnen tatsächlich ein Anliegen sind oder meinen, allein mit ein bisschen Applaus und schönen Worten sei es getan."

Handelsverband ist kritisch

Die Forderungen kommentiert Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands: "Es ist den Arbeitgebern im Handel ein großes Anliegen, ein bestmögliches Arbeitsklima für alle Beschäftigten zu schaffen – insbesondere auch, wenn die Temperaturen wie derzeit hoch sind. Wir schätzen den großartigen Einsatz aller Mitarbeiter im heimischen Handel sehr. Dieser wird auch entsprechend honoriert und die Beschäftigungsverhältnisse werden in der Corona-Krise bestmöglich abgesichert. Gesetzliche oder kollektivvertragliche Regelungen über bezahlte Maskenpausen wären allerdings aus Sicht des Handels ein administrativer Supergau für die krisengebeutelten Händler."

Dem fügt Will hinzu: "Betriebsvereinbarungen, in denen auch das Tragen von Masken geregelt ist, werden im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohnehin bereits je nach individuellem Erfordernis gelebt. Zahlreiche mitarbeiterfreundliche Sicherheitsvorkehrungen mildern überdies die Belastung durch MNS-Masken. Plexiglas-Schutzwände sind vielerorts in neuralgischen Bereichen wie im Kassenbereich vorhanden, wodurch die Beschäftigten dort gar keine Masken brauchen. Weitere Vorkehrungen wie Plexiglas-Visiere oder Kinnschutz kommen ebenfalls zum Einsatz. Darüber hinaus ist die individuelle Belastung je nach Warengruppe und Tätigkeit im Handel sehr unterschiedlich ausgeprägt. Daher braucht es keine weitere Regelung mit der Gießkanne."
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