Coronavirus: Maskenpflicht im Handel aufgehob...
 
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Maskenpflicht im Handel aufgehoben

Tumisu/pixabay.com

Seit 15. Juni 2020 entfällt das verpflichtende Tragen von Masken im österreichischen Handel, doch bestimmte Sicherheitsmaßnahmen bleiben weiter bestehen.

Die mit 6. April 2020 in Kraft getretene Maskenpflicht in Geschäften wurde nun mit Montag, 15. Juni 2020, aufgehoben. Personen, die nicht im selben Haushalt leben, müssen jedoch weiterhin einen Mindestabstand von einem Meter einhalten. Ebenso bleibt das verpflichtende Tragen eins Mund-Nasen-Schutzes u.a. in Apotheken weiterhin aufrecht. Wie ein CASH-Lokalaugenschein in einigen Lebensmittelgeschäften Wiens am Morgen des 15. Juni gezeigt hat, werden Schutzmasken aber weiterhin freiwilligen von etlichen Kundinnen und Kunden sowie Handelsangestellten getragen.

Seitens der Interessensvertreter des Handels wird diese Lockerung begrüßt. Bereits Mitte Mai 2020 forderte Peter Buchmüller, Obmann der Sparte Handel in der WKO, ein Ende der Maskenpflicht. Um die Belastungen für das Personal zu minimieren und die Kauflust der Konsumenten und Konsumentinnen wieder anzukurbeln, müsse sich die Politik "demnächst etwas einfallen lassen", drängte Buchmüller damals.

Zufrieden über die weitgehende Abschaffung der Maskenpflicht im Handel zeigt sich auch der Handelsverband. Dessen Geschäftsführer Rainer Will lobt zudem das Vorziehen der paktierten Steuerreform durch die Senkung des Eingangssteuersatzes von 25 auf 20 Prozent, was seiner Ansicht nach den Konsum anzukurbeln wird. "Die Negativsteuer von 100 Euro pro Jahr für geringe Einkommen, die 450 Euro Einmalzahlung an Arbeitslose sowie die Zuwendung von 360 Euro pro Kind bilden drei Maßnahmen, die der Umsetzung der vom Handelsverband empfohlenen "Österreich-Schecks" entsprechen, um die Kaufkraft für jene zu stabilisieren, die von einer Lohnsteuersenkung nicht profitieren würden. Jetzt ist der Beschluss und das zeitnahe in Kraft setzen entscheidend", so Will in einer ersten Stellungnahme.
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