Coronavirus: Shopping-Center und Fachmarktzen...
 
Coronavirus

Shopping-Center und Fachmarktzentren verlieren 30 Mio. Euro Umsatz pro Tag

Standort + Markt
Hannes Lindner, geschäftsführender Gesellschafter von Standort + Markt
Hannes Lindner, geschäftsführender Gesellschafter von Standort + Markt

Laut dem Beratungsunternehmen Standort + Markt sind in Österreichs Shopping-Malls und Retail Parks derzeit aufgrund der Regierungsmaßnahmen 77 Prozent der Flächen geschlossen.

Konkrete Zahlen anstelle von Spekulationen - diese will das Beratungsunternehmen Standort + Markt bereitstellen und veröffentlichte daher am 20. März 2020 folgende Berechnungen. Ihrer langjährigen Branchenerhebung zufolge, gibt es in Österreich aktuell 141 Shopping-Malls und 101 Retail Parks mit einer vermietbaren Shopfläche von 4,07 Mio. Quadratmetern. Davon sind zurzeit jedoch aufgrund der Coronavirus-Maßnahmen 3,1 Mio. Quadratmeter geschlossen, sprich 77 Prozent.

Der jährliche Bruttoumsatz dieser vorhin erwähnten 242 Center lag im Jahr 2019 bei rund 13 Mrd. Euro, der von 8.700 Shops erwirtschaftet wurde. Auf dieser Basis lässt sich in Normalzeiten für 300 Öffnungstage ein (theoretischer) durchschnittlicher Tagesumsatz von 43,3 Mio. Euro errechnen. Aktuell fehlen jedoch Umsätze in der Höhe von 29,68 Mio. Euro bzw. 68,5 Prozent. Diese Differenz von 77 Prozent geschlossener Shopfläche und "nur" 68,5 Prozent Umsatzverlust erklärt Standort + Markt damit, dass die umsatzstarken Branchen LEH und DFH weiterhin geöffnet haben.

Wie sich die aktuelle Lage im Einzelfall auswirkt, beleuchtet Standort + Markt - in Abstimmung mit dem Eigentümer - anhand des Auhofcenters in Wien-Penzing. Dieses verfügt über 53.400 Quadratmeter Shopfläche und kommt auf einen jährlichen Bruttoumsatz von rund 190 Mio. Euro. Zurzeit sind nur mehr 7.000 Quadratmeter oder 13 Prozent der Geschäftsflächen geöffnet. Somit sinken die (theoretischen) Tagesumsätze vom 630.000 Euro auf nur mehr 125.000 Euro.
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