CASH+/Coronavirus (Update 25.3.): Solidarität...
 
CASH+/Coronavirus (Update 25.3.)

Solidarität in der Krise

Alexas_Fotos/pixabay

Zusammenhalten und zusammenhelfen ist dieser Tage angesagt. Dafür wurden zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen sowie Nachbarschaftsdienste und freiwillige Hilfen angeboten.

Die Welt befindet sich in einer Ausnahmesituation. Keiner weiß, wo es hingeht und schon gar nicht, wie es enden wird. Das Ganze hat aber auch etwas Positives, denn gerade jetzt, wo Abstand halten angesagt ist, rücken die Menschen näher zusammen - nicht körperlich sondern emotional. Sie wollen helfen, aufmuntern, Danke sagen, beistehen. Während die Regierung also Hilfspakete schnürt, Krisenbewältigungsfonds installiert und Sicherheitsmaßnahmen erlässt, leisten auch immer mehr Menschen und Unternehmen einen Beitrag, um die Situation für alle so erträglich wie möglich zu machen, um Menschen, die für unsere Grundversorgung täglich im Einsatz sind, Anerkennung zu zollen oder um unser System einfach am Laufen zu halten.

Nachbarschaftshilfe

Beginnen wir mit den kleinen Gesten, denn auf die kommt es bekanntlich ja am meisten an. Die Nachbarschaftshilfe erlebt gerade ein Revival. Auch in anonymen Wohnblocks, in denen man oft den direkten Nachbarn nur aus dem Augenwinkel kennt, bieten Menschen ihre Dienste an. Einkaufen für die ältere Risikogruppe, auf die Nachbarskinder aufpassen oder Hunde für jene ausführen, die nicht raus können, stehen an der Tagesordnung. Es wurden sogar eigene Plattformen installiert, auf denen man sich registrieren kann, wenn man helfen möchte.
Zudem gibt es Aktionen, bei denen man gemeinsam aus dem Fenster musiziert oder klatscht, um seine Solidarität auszudrücken.
Initiativen zur Nachbarkeitshilfe

ichfürdich.at (Update 23.3.)
In diesem Sinne agiert auch die Plattform ichfürdich.at. Sie bringt COVID-19-gefährdete Personen mit hilfsbereiten Menschen aus ihrer Nähe zusammen, um deren notwendigste Einkäufe zu besorgen. Dank Geo-Matching finden sich Hilfesuchende und Helfende direkt und unbürokratisch.


Nah&Frisch Nachbarschaftshilfe
Eine Nachbarschaftshilfe der anderen Art startete Nah&Frisch. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, haben sich der Bürgermeister der Gemeinde Waldenstein, Alois Strondl und der Vizebürgermeister der Gemeinden Kirchberg am Walde, Markus Pollack gemeinsam mit der Nah&Frisch Kaufmannsfamilie Walenta aus Kirchberg am Walde einen besonderen Lieferservice für die Menschen in den Gemeinden einfallen lassen. Benötigte Einkäufe können telefonisch direkt beim Nah&Frisch Kaufmann bestellt werden. Diese werden dann von Gemeinderäten, dem Bürgermeister und dem Vizebürgermeister persönlich bis zur Wohnungstür geliefert. Aber auch hier beteiligen sich Privatpersonen an der Verteilung. Die Finanzierung erfolgt vorerst über die Gemeinde. Geschäftsführer Hannes Wuchterl will die Aktion weitertragen und fordert alle 420 Nah&Frisch-Kaufleute auf, sich an der Aktion zu beteiligen. „Wir finden das eine großartige Idee – und zwar für ganz Österreich. Bitte macht alle mit!“, so Wuchterl.        
Hannes Wuchterl
Johannes Brunnbauer

#schautaufeinander (Update 25.3.)
Mit #schautaufeinander schaffen die Regionalmedien Austria (RMA) in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs ein Netzwerk, um Alltagsdienste wie Einkaufen oder Nachhilfe anzubieten oder danach zu suchen. Die Einträge erfolgen kostenlos. "Das Leben der Menschen in den Regionen besser machen – das ist seit jeher die Vision unserer Medien. Wir fühlen uns mitverantwortlich für den Zusammenhalt der Menschen in den Regionen. Lokal relevante Informationen, Leserservice aber auch die Gründung positiver Initiativen – so wie ganz aktuell mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander – sind unser Beitrag dazu!", erklärt RMA-Vorstand Georg Doppelhofer die Beweggründe.

schautaufeinander
RMA

ÖAMTC Fahrtechnik unterstützt bei Lebensmittelversorgung

Seit gut einer Woche unterstützen mehrere Instruktoren der ÖAMTC Fahrtechnik den Lebensmittelkonzern Spar bei Lieferungen in ganz Österreich. Mit den Lieferfahren soll die österreichische Nahrungsmittelversorgung auch logistisch sichergestellt werden.

Steirereck kocht für Krisenhelfer

Das Restaurant im Wiener Stadtpark musste im Rahmen der Corona-Krise für Gäste schließen, vom Kochen hält das aber keinen ab. Brigit und Heinz Reitbauer haben mit ihrem Team das Restaurant zu einer Charity-Küche umfunktioniert. Die Mitarbeiter arbeiten freiwillig und mit Sicherheitsabstand. Am Montag wurden zum ersten Mal 500 Lunchpakete an Einsatzkräfte ausgegeben und es sollen noch mehr werden. Die Rewe und andere Unternehmen unterstützen den Einsatz der Köche mit Lebensmittelspenden und Verpackungen. Weitere Spenden sind herzlich willkommen, nur so könne das Projekt langfristig aufrecht gehalten werden.

Handelsverband gründet Plattformen

Um die vielen Händler zu unterstützen, sowohl jene die geöffnet haben, als auch jene die schließen mussten, gründete der Handelsverband Plattformen, auf denen Unternehmen und andere Händler auf unterschiedliche Weise ihre Dienste anbieten können. Sich gegenseitig helfen ist dabei die Devise.
Initiativen des Handelsverbands

Händler helfen Händlern
Mit der Initiative des Handelsverbands "Händler helfen Händlern" sollen Beschäftigte aus dem Non-Food-Bereich, denen durch die Coronavirus-Pandemie ein Jobverlust droht, vorübergehend in den Lebensmittelhandel wechseln.


Partner helfen Händlern (Update 25.3.)
Nach der Job-Initiative "Händler helfen Händlern" launcht der Handelsverband nun auch eine zweite Plattform zur Soforthilfe "Partner helfen Händlern". Damit sollen Händler, die stationär zurzeit keine Umsätze gernerieren können, im eCommerce gestärkt werden. Dafür bieten Partner teils kostenfrei, teils zu stark reduzierten Preisen ihre Hilfe an - von der Rechsberatung bis hin zum Gratis-Webshop.
Händler helfen Partnern
geralt - Pixabay

www.dielebensmittelhelfer.at

Die Landwirtschaftskammern, das Landwirtschaftsministerium, die Wirtschaftskammer, das Arbeitsministerium und die Maschinenringe haben die Plattform www.dielebensmittelhelfer.at ins Leben gerufen, die potentielle Arbeitnehmer an Betriebe in der Lebensmittelkette vermitteln soll, um so die Grundversorgung sicherzustellen. Eine Win-Win-Situation. Denn so können Menschen, die derzeit nicht arbeiten oder aufgrund der Lage ihren Job verloren haben, wieder einer Beschäftigung nachgehen, während Arbeitgeber aus der Land- und Forstwirtschaft, der Lebensmittelverarbeitung und des Einzelhandels Unterstützung bei Engpässen erhalten - vor allem betroffen sind davon der Fleischsektor und die Erntehilfe. Studierende der Veterinärmedizinische Universität Wien, der Universität für Bodenkultur und der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik die Möglichkeit geben, können sich diese Zeit teilweise auch als Berufspraktikum anrechnen lassen.

Arbeiten im Weinberg (Update 23.3.)

Da aufgrund von Einreiseverboten und Grenzschließungen zahlreiche Mitarbeiter aus Süd- und Osteuropa nicht ihre Arbeit in den Weinbergen antreten können, suchen viele Winzer händeringend nach Unterstützung. Die Online-Plattform weinjobs.com bietet ihnen deshalb an, Stellenanzeigen mit dem Hashtag #ernte2020sichern kostenlos online zu stellen. Die Stellengesuche werden infolge bewusst im geografischen Umfeld des Arbeitgebers beworben, damit idealerweise Mitarbeiter in der Region gefunden werden. So wollen Franz Regner und das Team von weinjobs.com einen Beitrag für Zusammenhalt während der Krisenzeit leisten.

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