Coronavirus: Einschränkungen in Österreich
 
Coronavirus

Einschränkungen in Österreich

Bonnie Taylor/pixabay.com
In den nächsten Wochen werden keine Lehrveranstaltungen mehr an Österreichs Universitäten und Hochschulen abgehalten.
In den nächsten Wochen werden keine Lehrveranstaltungen mehr an Österreichs Universitäten und Hochschulen abgehalten.

Wie die Regierung Dienstagmittag bekannt gab, wurden weitere Maßnahmen zum Umgang mit dem Coronavirus beschlossen. Vor allem Universitäten und Veranstaltungen sind betroffen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) stellten heute Mittag ein weiteres Maßnahmenpaket rund um die Corona-Krise vor. So soll es in nächster Zeit Einschränkungen bei Veranstaltungen geben. Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern werden in diesem Sinne abgesagt. Zudem wird der Lehrbetrieb an Unis und Fachhochschulen eingestellt. Die Lehrveranstaltungen sollen so weit möglich online weitergeführt werden. Zu Maßnahmen werde es auch in Schulen kommen, dazu werden noch Gespräche mit den Sozialpartnern aufgenommen. Bis wann die Einschränkungen vorerst gelten sollen, ist noch nicht bekannt. Der Kanzler appelliert aber auch an die Bevölkerung, das soziale Leben zu reduzieren. Damit würde man für sich selbst und die Gesellschaft einen Beitrag leisten, so Kurz, auch wenn der Krankheitsverlauf bei jungen Menschen bislang nicht so schwer ist, gehe es vor allem um den Schutz älterer Menschen. Auch Homeoffice/Teleworking soll von Unternehmen möglich gemacht werden, zumindest da, wo es sinnvoll und machbar ist.

Im Hinblick auf die Situation in Italien verhängt Österreich ein Einreisestopp für Menschen aus Italien. Ausnahmen gebe es nur mit ärztlichem Attest. Für Österreicher, die in Italien sind, soll eine Heimholung organisiert werden. Auflage ist eine zweiwöchige Isolation. Der Passagierzugverkehr nach Italien wird ebenfalls eingestellt, der Güterverkehr müsse aber so weit wie möglich aufrecht erhalten werden, betont der Kanzler.
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