Coronavirus: Weihnachtseinkäufe auf stabilem ...
 
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Weihnachtseinkäufe auf stabilem Niveau erwartet

Gundula Vogel - pixabay.com

Der Gesamtkuchen dürfte laut Institut für Handel, Absatz und Marketing an der Johannes Kepler Universität Linz heuer in etwa gleich groß ausfallen wie im Vorjahr, wobei sich der Onlinehandel wieder ein größeres Stück davon abschneiden sollte.

Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen (Coronavirus-Pandemie, weit verbreitete Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit etc.) kann man es als Erfolg werten, dass die geplanten Ausgaben für Weihnachtsgeschenke heuer laut Prognosen "nur" zwei Prozent unter dem Wert des Vorjahres (2019: rund 2,0 Milliarden Euro; 2020: 1,97 Milliarden Euro) liegen sollten. Ein Grund dafür ist, dass 26 Prozent der Geschenkkäufer auf Erspartes zurückgreifen wollen. Sechs Prozent werden für Weihnachtseinkäufe ihr Bankkonto überziehen, vier Prozent einen Ratenkauf und drei Prozent einen Konsumkredit in Anspruch nehmen, hat das Institut für Handel, Absatz und Marketing der Johannes Kepler Universität Linz Anfang November 2020 in einer Online-Befragung unter 1.012 Österreichern von 16 bis 74 Jahren erhoben.

Auch wenn sich die Ausgaben heuer in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegen sollten und aufgrund des Lockdowns #2 zeitlich eher nach hinten verschieben werden, gibt es nach wie vor einige Unsicherheiten bezüglich der Ausgabenverteilung. Diesbezüglich hat die Linzer Forschungseinrichtung zwei Szenarien entwickelt: In Szenario 1 wird weitgehend die Wiedereröffnung von weiten Teilen des stationären Einzelhandels abgewartet, sodass sich 2020 "nur" 21 Prozent (2019: 18 Prozent) der geplanten Gesamtausgaben für Weihnachtsgeschenke, sprich 410 Millionen Euro, in Richtung Onlinehandel verschieben. In Szenario 2 fällt der Online-Shift weit stärker aus. Konkret sollten dann 24 Prozent (460 Millionen Euro) der Weihnachtsgeschenksausgaben im Internet getätigt werden. 

In einem Resümee hält das Institut für Handel, Absatz und Marketing jedenfalls fest: "Für das Weihnachtsgeschäft gilt jedoch wie jedes Jahr: Das Rennen ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Und der stationäre Einzelhandel hat schon immer Sprintstärke vor dem Ziel gezeigt."

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