Coronavirus/ACSP: Wild fordert Paketwertsteue...
 
Coronavirus/ACSP

Wild fordert Paketwertsteuer

Eva trifft
SES-CEO Marcus Wild
SES-CEO Marcus Wild

Marcus Wild setzt sich für eine Einführung einer fünfprozentigen Paketwertsteuer ein. 

Marcus Wild, Geschäftsführer der SES Spar European Shopping Centers Gmbh, die 30 Standorte in Europa, davon 16 in Österreich betreibt, fordert in seiner Eigenschaft als Sprecher des Vorstandes der Austrian Council of Shopping Places (ACSP) die Einführung einer fünfprozentigen Paketwertsteuer, damit der stationäre Handel durch die Bundesregierung jetzt massiv unterstützt werden kann. „Textilhändler brauchen das Geld sofort, sowohl für die Miete als auch für die Warenabschriften“, ist Wild überzeugt. So könnten die Online-Händler - allen voran Amazon - zur Genesung der österreichischen Händler finanziell beitragen. Die ACSP hatte sich erst am Samstag von Austrian Council of Shopping Center (ACSC) in Austrian Council of Shopping Places umbenannt. „Wir sehen uns als Interessensvertreter des stationären Einzelhandels”, sagt Wild. Der Verband stehe in engem Austausch mit dem Handelsverband.

Die Bilanz über den ersten Öffnungstag in den 16 SES-Centern fällt für Marcus Wild positiv aus: Die Frequenz lag durchschnittlich um circa 25 bis 30 Prozent unter einem durchschnittlichen Samstag und war regional sehr unterschiedlich. Im Europark lag sie trotz geschlossener Grenze bei 90 Prozent, in der Steiermark war sie schwächer, die absolute Nummer 1 war die Weberzeile in Ried. Sehr gute Umsätze verzeichnete das Huma-Center in Wien. „Dort wo man mit dem Auto hinfahren muss, war die Frequenz deutlich besser“, erzählt Marcus Wild. Von kleineren Händlern, die noch in Kurzarbeit sind, wurden die verkürzten Kernöffnungszeiten (von 10 bis 18 Uhr), die bis 15. Mai gelten, sehr positiv aufgenommen. Die großen Umsatzgewinner sind die Sport- und Möbelhändler, während der Umsatz im Textileinzelhandel deutlich schwächer war.

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