Coronavirus/RollAMA: Renaissance von Kohlgemü...
 
Coronavirus/RollAMA

Renaissance von Kohlgemüse, H-Milch & Co.

Ulrike Leone/pixabay.com

Wie die Zahlen der RollAMA für das erste Quartal 2020 zeigen, konnten angesichts der Coronavirus-Pandemie vor allem jene Frische-Lebensmittel zulegen, die zuletzt etwas weniger im Fokus standen.

Seit mittlerweile 25 Jahren existiert die RollAMA, grob gesprochen eine Analyse der Einkäufe von Frischelebensmitteln (exkl. Brot/Gebäck) von 2.800 Haushalten in Österreich. Laut Dr. Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing, gab es seit Bestehen dieser Untersuchung noch niemals so gravierende Veränderungen wie im ersten Quartal 2020. Verantwortlich dafür war der Ausbruchs des Coronavirus, weshalb etwa Österreichs Gastronomie komplett schließen musste. In Folge dessen erhöhten sich die Einkäufe im heimischen Lebensmitteleinzelhandel massiv, gestützt auch durch umfassende Bevorratungskäufe. Konkret erlebten die RollAMA-Warengruppen MoPro, Fleisch/Wurst, Obst/Gemüse, Kartoffel, Eier und Fertiggerichte von Jänner bis März 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal einen mengenmäßigen Zuwachs im LEH von 11,2 Prozent bzw. einen wertmäßigen Zuwachs von 12,7 Prozent. Besonders stark fiel der März 2020 aus, wo es im Vergleich zum März 2019 ein wertmäßiges Plus von 22,8 Prozent gab mit einem absoluten Spitzenwert von plus 31,3 Prozent in der KW 11/2020, in der der Lockdown verkündet wurde. Extrem gefragt waren demnach im ersten Quartal 2020 Kohlgemüse (plus 37,4 Prozent mengenmäßig), Gemüsekonserven (plus 36,0 Prozent), Tiefkühl-Kartoffelprodukte (plus 28,4 Prozent) und H-Milch (plus 25,7 Prozent).

Gleichzeitig lässt sich aus den RollAMA-Zahlen ablesen, dass mit dem Lockdown die Aktionsanteile im LEH gesunken sind. Betrugen diese in KW 9 und KW 10/2020 noch jeweils 27,2 Prozent, verringerten sie sich in KW 11/2020 auf 24,9 Prozent um bis KW 13/2020 weiter auf 22,7 Prozent zurückzugehen, wie Micaela Schantl, Leiterin der AMA-Marktforschung betont. Konstant blieben jedoch gesamt betrachtet die Bio-Anteile in den Frischewarengruppen bei rund zehn Prozent.
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