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Maskenkarussell: Das gilt ab heute

Marcel Mücke/Stock.adobe.com

Die Maskenpflicht ist zurück. Ab heute, Donnerstag, den 24. März, muss Indoor wieder die FFP2-Maske getragen werden. Gleichzeitig wurden die Quarantäne-Regeln entschärft. Nach fünf Tagen können Corona-Infizierte wieder arbeiten und einkaufen gehen.

Keine drei Wochen nachdem die Lockerungen rund um die Maskenpflicht in fast ganz Österreich (mit Ausnahme von Wien) eingeführt worden sind, wurden vergangenen Freitag wieder neue Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt. Es habe keine Alternative zu neuerlichen Verschärfungen gegeben, "weil in den Spitälern das Personal wirklich am Anschlag war", erklärte Gesundheitsminister Johannes Rauch im Ö1-"Morgenjournal". Mit einem Tag Verspätung tritt die neue Verordnung am 24. März nun in Kraft. Dass die Verordnung so lange auf sich warten ließ, hatte wohl damit zu tun, dass sich die Regierung nicht ganz einig war. "Es lagen sehr unterschiedliche Vorstellungen auf dem Tisch, sowohl bei der Maskenpflicht als auch bei der Absonderung von Infizierten", so Rauch.

Nun aber steht fest, dass ab sofort in allen geschlossenen Räumen (ausgenommen der private Raum) wieder eine FFP2-Maske getragen werden muss. Das gilt für den Handel genauso wie für Öffis, Kulturstätten und die Gastronomie (ausgenommen am Tisch). Bei Versammlungen ab 100 Personen mit zugewiesenem Sitzplatz ist das Tragen der Maske in Innenräumen ebenfalls Pflicht. Bei Zusammenkünften mit nicht-zugewiesenen Sitzplätzen hat der Gastgeber die Wahl: Entweder Maskenpflicht oder eine 3G-Kontrolle. Das gilt zum Beispiel auch für die Nachtgastronomie. Damit wurde die ursprüngliche Idee, dass Betreiber generell entscheiden können, ob 3G oder Maske, deutlich abgeschwächt. Für die Hauptstadt Wien ändert sich hingegen wenig, da man nie auf die FFP2-Maske verzichtet hat und man auch weiterhin bei seinen verschärften Regeln bleiben will. Heißt: In der Gastro bleibt 2G, im Geschäft die Maskenpflicht.

Außerdem gibt es Neuerungen bei den Quarantäneregeln. Diese besagen, dass die Absonderung von Infizierten ab dem fünften Tag auch ohne "Freitesten" automatisch enden kann. Das sei auf explizite Bitte der Spitäler, Alten- und Pflegeheime angesichts der Personalengpässe festgelegt worden, so Rauch. Haben Personen mit leichten Verläufen nach fünf Tagen seit zwei Tagen keine Symptome mehr, können sie wieder arbeiten und einkaufen gehen, solange beim Kontakt mit anderen Menschen eine Maske getragen wird. Der Besuch von Gastronomie oder Freizeiteinrichtungen ist allerdings nicht gestattet. Ansonsten kann man sich nach fünf Tagen regulär freitesten und Personen mit schweren Verläufen nach zehn Tagen, sofern sie seit 48 Stunden symptomfrei sind.

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