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Das 4. qualityaustria Umwelt- und Energieforum

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qualityaustria Umwelt- und Energieforum, v.l.n.r.: Andreas Tschulik (Leiter der Abteilung „Betrieblicher Umweltschutz und Technologie“, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), Axel Dick (Business Development Umwelt und Energie, CSR, Quality Austria), Armin Baumgartner (Systembeauftragter für das Integrierte Managementsystem Qualität / Umwelt / Energie, VUM Verfahren Umwelt Management GmbH), Wolfgang Hackenauer (Produktexperte Umwelt und Energie, qualityaustria Netzwerkpartner)
qualityaustria Umwelt- und Energieforum, v.l.n.r.: Andreas Tschulik (Leiter der Abteilung „Betrieblicher Umweltschutz und Technologie“, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), Axel Dick (Business Development Umwelt und Energie, CSR, Quality Austria), Armin Baumgartner (Systembeauftragter für das Integrierte Managementsystem Qualität / Umwelt / Energie, VUM Verfahren Umwelt Management GmbH), Wolfgang Hackenauer (Produktexperte Umwelt und Energie, qualityaustria Netzwerkpartner)

Im Fokus des diesjährigen qualityaustria Umwelt- und Energieforums, das in Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft am 28. 9. stattfand, standen innovative Energieprojekte und der Beitrag von Managementsystemen zur Nachhaltigkeit in Unternehmen.

Rund 110 Vertreter der österreichischen Wirtschaftsszene fanden sich an jenem Tag im Apothekertrakt des Schloss Schönbrunn ein, um über umweltpolitische Zukunftsfragen und Herausforderungen zu diskutieren. Dabei ging es auch um die ISO-14001-Norm. Axel Dick (Business Development Umwelt und Energie, CSR, Quality Austria) zeigte sich davon überzeugt, dass Managementsysteme wirksam zum Umweltschutz beitragen können: „Wenn alle Unternehmen ein Managementsystem hätten – weltweit sind mehr als 300.000 Organisationen nach ISO 14001 zertifiziert – könnten wir die Welt retten.“

Daraufhin ging Andreas Tschulik (Leiter der Abteilung „Betrieblicher Umweltschutz und Technologie“, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) auf die Notwendigkeit des Wandels in der Wirtschaft bzw. der Gesellschaft ein. „Wir müssen die Zukunft smart gestalten. Wenn wir das nicht tun, wird die Zukunft uns gestalten – und das vermutlich nicht nach unseren Vorstellungen.“ Daran anschließend zeigte Armin Baumgartner (Systembeauftragter für das Integrierte Managementsystem Qualität / Umwelt / Energie, VUM Verfahren Umwelt Management GmbH) auf, wie ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 dabei helfen kann, den Kontext einer Organisation zu verstehen, um Chancen zu erkennen, Risiken zu beherrschen, die richtigen Maßnahmen zu setzen und dadurch letztendlich die Zukunft aktiv zu gestalten.

Aus einer aktuellen WU-Studie, die Wolfgang Hackenauer (Produktexperte Umwelt und Energie, qualityaustria Netzwerkpartner) präsentierte, geht hervor, dass in das globale Wirtschaftssystem jede Sekunde Rohstoffe eingespeist werden, die etwa einer Menge von 100 Lastwagen entsprechen würden. Der jährliche Rohstoffverbrauch in Europa betrage 20 bis 30 Tonnen pro Kopf und sei damit zehnmal so hoch wie in Afrika oder Asien. Er skizzierte in seinem Vortrag einen Lösungsansatz, um eine nachhaltige Verbesserung der Ressourceneffizienz entlang der Wertschöpfungskette zu realisieren. Ein Umweltmanagementsystem trage dazu bei, Chancen und Risiken im Kontext der Organisation zu erkennen sowie darauf effektiv und effizient zu reagieren.

Alternative Energiequellen nutzen

Welchen Mehrwert ein Energiemanagementsystem in einem Baukonzern liefern kann, zeigten Martin Kotrbelec und Maria Stauffer (Stabstelle IQM Managementsystem Österreich, TPA Gesellschaft für Qualitätssicherung und Innovation GmbH) auf, und sie stellten zudem Energieeffizienz-Projekte der Strabag SE vor. Vorteile seien nach Stauffer unter anderem die Kostenentlastung, der Wissenszuwachs im Unternehmen sowie die Ressourcenschonung. Gelebte Energiepolitik führten zudem zu einer positiven Außendarstellung. Aktuelle Energieprojekte der Strabag SE fokussieren sich nach Kotrbelec auf die Bereiche Mobilität, Baustellen und Produktionsstätten. Es sei ein „Fuel Tracker“ eingeführt worden, um den Energieverbrauch von PKW und LKW verfolgen zu können.

Nachhaltigkeit sichtbar machen

Agnes Steinberger (Produktexpertin Gesellschaftliche Verantwortung, qualityaustria Netzwerkpartnerin) sprach über die strukturierte und systematische Einbindung von CSR-Anforderungen in eine Organisation. „Das Sprichwort ‚Tue Gutes und sprich darüber‘ gilt in unserer Zeit verstärkt auch im Bereich Nachhaltigkeit“, hob Steinberger hervor. Managementsysteme seien Werkzeuge, um sich als Unternehmen weiterzuentwickeln. Melanie Wiener (Postdoctoral Researcher, Institute for Integrated Quality Design IQD, Johannes Kepler Universität Linz) gab Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten, die sich damit beschäftigen, inwiefern die digitale Vernetzung zur Förderung der Kreislaufwirtschaft beiträgt. Das Internet der Dinge werde bisherige Geschäftsmodelle durch die Intensivierung von Dienstleistung und Service revolutionieren. Für die Kreislaufwirtschaft bedeute die zunehmende Vernetzung von Produkten viele Innovationschancen und neue Möglichkeiten. Durch Services wie Sharing, Re-Use, Repair und Remanufacturing werde die Produktlebensdauer verlängert und somit der Ressourcenbedarf und die Abfallmenge reduziert. Für Konsumenten habe das Modell den Vorteil, dass die Qualität der Produkte durch Fernüberwachung, -wartung und -identifikation erhöht werde. Das Internet der Dinge beinhalte jedoch auch herausfordernde Risiken wie permanente Überwachung durch die Sammlung von Daten, Hackerangriffe auf smarte Produkte und Erpressung, die noch zu bewältigen seien.

qualityaustria Umwelt- und Energieforum, v.l.n.r.: Maria Stauffer und Martin Kotrbelec (Stabstelle IQM Managementsystem Österreich, TPA Gesellschaft für Qualitätssicherung und Innovation GmbH), Melanie Scheiber (Head of Marketing, Public Relations, Quality Austria)
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qualityaustria Umwelt- und Energieforum, v.l.n.r.: Maria Stauffer und Martin Kotrbelec (Stabstelle IQM Managementsystem Österreich, TPA Gesellschaft für Qualitätssicherung und Innovation GmbH), Melanie Scheiber (Head of Marketing, Public Relations, Quality Austria)


qualityaustria Umwelt- und Energieforum, v.l.n.r.: Axel Dick (Business Development Umwelt und Energie, CSR, Quality Austria), Melanie Wiener (Postdoctoral Researcher, Institute for Integrated Quality Design IQD, Johannes Kepler Universität Linz), Christian Schuster (Senior Sustainability Expert, Lenzing Aktiengesellschaft), Agnes Steinberger (Produktexpertin Gesellschaftliche Verantwortung, qualityaustria Netzwerkpartnerin)
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qualityaustria Umwelt- und Energieforum, v.l.n.r.: Axel Dick (Business Development Umwelt und Energie, CSR, Quality Austria), Melanie Wiener (Postdoctoral Researcher, Institute for Integrated Quality Design IQD, Johannes Kepler Universität Linz), Christian Schuster (Senior Sustainability Expert, Lenzing Aktiengesellschaft), Agnes Steinberger (Produktexpertin Gesellschaftliche Verantwortung, qualityaustria Netzwerkpartnerin)
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