Rewe International/Spar/WKÖ: Dauerthema Leben...
 
Rewe International/Spar/WKÖ

Dauerthema Lebensmittelverschwendung

Rewe International
Eine Inforgrafik von Rewe, die zeigt, wie man im Konzern mit dem Problem der Lebensmittelverschwendung umgeht © Rewe International
Eine Inforgrafik von Rewe, die zeigt, wie man im Konzern mit dem Problem der Lebensmittelverschwendung umgeht © Rewe International

Die beiden Großparteien haben vorgestern Vorstöße im Rahmen des omnipräsenten Themas „Lebensmittelverschwendung“ gewagt, auf die es heute ein paar Reaktionen aus der Branche gab.

Um es einleitend gleich zu sagen: Die Lancierung dieses wichtigen Themas – cash.at berichtet ja laufend darüber – ist wohl dem derzeit stattfindenden Wahlkampf geschuldet. Nichtsdestotrotz ist wichtig zu sehen, was die Beteiligten darüber denken. Hier eine kurze aktuelle Zusammenfassung.

WKÖ-Handelsobmann Peter Buchmüller weist auf die Selbstverpflichtung des österreichischen Handels hin: „In Österreich existiert ein sehr gut funktionierendes Modell zur Reduktion der anfallenden Lebensmittelabfälle, wozu sich heimische Handelsunternehmen freiwillig verpflichtet haben.“ Dazu gehöre die Abgabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen (kürzlich feierte die Wiener Tafel ihren 20. Geburtstag) ebenso wie ein verbilligtes Angebot von Brot und Gebäck vom Vortag, die Verringerung des Frischwarenangebots zum Ladenschluss hin oder dass Obst und Gemüse als Güteklasse II vergünstigt angeboten werden. Dazu kommen Produktinnovationen, mit denen Lebensmittel recycelt werden, indem etwa altes Brot und Gebäck bei der Bierherstellung zum Einsatz kommen; auch darüber hat cash.at bereits berichtet.

Für die Rewe International hält Vorstand Marcel Haraszti  fest: „Hier soll der österreichische Lebensmittelhandel wieder mit etwas gesetzlich in die Pflicht genommen werden, was die Rewe Group Österreich bereits seit Jahren auf freiwilliger Basis mit einem ganzen Maßnahmenpaket konsequent und mit Erfolg lebt – nämlich der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln und die höchstmögliche Reduktion von Lebensmittelverschwendung. Das ist bei uns gelebte Praxis. Wir setzen dabei nicht nur zahlreiche Maßnahmen in unseren Handelsunternehmen Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg um, sondern versuchen vor allem auch die Konsumenten bei dieser gesamtgesellschaftlichen Themenstellung mit ins Boot zu holen. Nur wenn alle – Konsumenten, Gastronomie, Handel – an einem Strang ziehen, kann wirklich etwas bewegt werden.“ Rewe International ist Mitbegründerin des „Verbands der österreichischen Tafeln“.

Hier kann man die Aussendung der Spar anschließen, die darauf verweist, teilweise seit Jahrzehnten mit österreichischen Tafelorganisationen in dieser Angelegenheit zusammenzuarbeiten. So sei es die Aufgabe jeder Spar-Filiale, in deren Umgebung es einen Sozialmarkt, eine Tafel-Organisation oder eine Foodsharing-Initiative gibt, mit diesen zusammenzuarbeiten – auf freiwilliger Basis, effizient ohne große organisatorische Aufwände und ohne gesetzlichen Zwang. Diese unbürokratische Unterstützung von Sozialorganisationen ist in den vergangenen Jahren vom gesamten Handel intensiviert worden, wie auch im Aktionsprogramm „Lebensmittel sind kostbar“ des BMNT vom August 2019 festgehalten wurde.

Damit auch die Kunden für dieses Thema sensibilisiert sind, gibt es seit Kurzem auch eine App: To Good To Go (Link siehe unten).
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