dayli: dayli-Sanierungsplan ist gescheitert
 
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dayli-Sanierungsplan ist gescheitert

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Sollte seitens der insolventen Drogeriemarktkette dayli nicht bis 14. Februar ein Einspruch erfolgen, wird die Entscheidung des Landesgerichts Linz, den Sanierungsplan für gescheitert zu erklären, rechtskräftig.

Per 31. Jänner 2014 hat das Linzer Landesgericht den Sanierungsplan von dayli, der nach der Insolvenzerklärung am 4. Juli 2013 vorgelegt wurde, als unzulässig zurückgewiesen. Bis zum Stichtag vergangenen Freitag kam die Geschäftsführung von dayli der gerichtlichen Aufforderung nicht nach, das Vermögensverzeichnis zu ergänzen und genauere Angaben zu offenen Forderungen sowie Aktiva und Passiva zu machen. Die für März festgelegte Tagsatzung hat das Gericht deshalb nun ebenfalls abgesagt. Erfolgt nun binnen 14 Tagen kein Einspruch von dayli, wird damit aus der Insolvenz ein Konkurs. Das Gericht findet aktuell aber bei der TAP Dayli Vertriebs GmbH im oberösterreichischen Pucking offenbar keine "organschaftliche Vertretung", also keine Geschäftsführer mehr.

Zur Erinnerung: dayli-Gründer Rudolf Haberleitner übertrug die Anteile seiner TAP 09 Beteiligungsgesellschaft an dayli kurz nach der Insolvenzeröffnung an den Mödlinger Investor Martin Zieger und dessen Firma ICU Unternehmensberatung. Laut Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) vom 4. 2. 2014 ließ Zieger Ende Jänner mitteilen, er habe die dayli-Anteile an Haberleitners TAP 09 zurückgegeben. Den OÖN sagte Haberleitner am 3. Februar: "Dayli hat Zieger nur de jure gehört. Das war treuhänderisch. Wir arbeiten an etwas Neuem, am Re-Start."

Ohne Einspruch - der wohl nicht zu erwarten ist, sollte Haberleitner jetzt wieder Geschäftsführer der Pleitegesellschaft sein - ist das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung jedenfalls bald Geschichte. Und damit auch die vergangenen Sommer in Aussicht gestellte Tilgung von 25 Prozent der Schulden binnen zwei Jahren. Der Gläubigerschutzverband Creditreform taxierte zuletzt die Vermögenswerte von dayli auf etwa 20 Millionen Euro und die bisher angemeldeten Forderungen auf über 90 Millionen Euro.
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