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dayli-Update: Schweizer Milliardär dementiert Interesse

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Der Schweizer Milliardär Phillip Gaydoul hat Spekulationen über einen möglichen Einstieg bei dayli durch seinen Sprecher dementieren lassen. In Italien stemmt sich die dayli-Tochter mit Kurzarbeit gegen die drohende Pleite.

Während in Österreich gespannt dem Prüfbereicht des Masseverwalters Rudolf Mitterlehner entgegengefiebert wird, hat ein möglicher Retter der insolventen Handelskette dayli abgewunken. Wie die APA berichtet, ließ der Schweizer Milliardär Phillipp Gaydoul durch seinen Pressesprecher Jörg Neef ausrichten, "kein wie immer geartetes Interesse an der Drogeriemarktkette" zu haben. Zuvor war in Medienberichten darüber spekuliert worden, dass Gaydoul - Erbe des Schweizer Lebensmittel-Diskonters Denner, der seit Ende 2009 vollständig zum Migros-Imperium gehört - als dayli-Retter in Erscheinung treten könnte. Das deshalb, weil der neue Eigentümer Martin Zieger unter anderem im Verwaltungsrat der Gaydoul-Group sitze und Österreich-Geschäftsführer der Gaydoul-Marke Jet Set (Luxus-Sportmode) ist. Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.

Kurzarbeit in Italien



Gleichzeitig wurde seitens der italienischen dayli-Tochter dementiert, dass man heute (10. 7.) vor einem Gericht in Udine Konkurs anmelden werde. "Wir überprüfen Wege zur Bewältigung der Krise. Es ist noch kein endgültiger Beschluss gefasst worden", teilte ein italienischer Sprecher von dayli der APA mit. Die Geschäfte seien geöffnet und auch die Juni-Gehälter wären mittlerweile zu drei Vierteln bezahlt worden. Zur Senkung der Kosten arbeite man an einer Umstellung der Belegschaft auf Kurzarbeit. Insgesamt hat dayli in Italien rund 1.500 Mitarbeiter. Die knapp 300 Standorte konzentrieren sich auf die norditalienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien und Veneto. Noch gestern wurde kolportiert, dass lediglich 20 der Filialen weiter offen bleiben sollen und auch das Lager in Portogruaro (Veneto) geschlossen werde. Italienische Gewerkschafter fordern Unterstützung durch die regionale Politik, um den Fortbestand von dayli zu sichern.
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