Rewe/Lekkerland: Deal ohne Österreich
 
Rewe/Lekkerland

Deal ohne Österreich

Lekkerland - Peter Obenaus, Köln
In Österreich wird Lekkerland nicht von Rewe übernommen.
In Österreich wird Lekkerland nicht von Rewe übernommen.

Aufgrund von Bedenken der Bundeswettbewerbsbehörde darf der operative Teil des Convenience-Spezialisten Lekkerland hierzulande nicht bei Rewe eingegliedert werden.

Erst gab es das Okay aus Deutschland, dann die Fristverlängerung in Österreich und nun einen Beschluss der Bundeswettbewerbsbehörde: Rewe darf Lekkerland in Österreich nicht übernehmen. Nach knapp mehr als fünf Wochen der Überprüfungen eines potenziellen Deals heißt es nun seitens der BWB: Aufgrund der geäußerten Bedenken der BWB und dem Bundeskartellanwalt, hat Rewe den in Österreich operativ tätigen Teil von Lekkerland aus dem Zusammenschlussprojekt ausgegliedert. Die Anteile an dem Unternehmen verbleiben weiterhin im Eigentum der ursprünglichen Lekkerland-Anteilseigener.

Dadurch entfallen aus der Sicht der Behörde die relevanten Bedenken. Die Ausgliederung des operativen Armes in Österreich könnte erfolgen, da der heimische Unternehmensableger unabhängig von Lekkerland Deutschland geführt wurde. Unter dieser Bedingung darf Rewe somit Lekkerland kaufen, der Österreich-Ableger bleibt jedoch ein eigenständiges Unternehmen. Sollte nach Ablauf der 5-jährigen Auflagenfrist ein Erwerb von Lekkerland Österreich versucht werden, würde eine erneute Prüfung durch die BWB erfolgen.

Im Rahmen der Evaluierung des Zusammenschlusses trat die Behörde mit  Tankstellenshops, Mitbewerbern, Lebensmittelherstellern und Verbänden bezüglich der Wettbewerbssituation in Kontakt. Als Grund für die Auflage werden "zahlreiche Stellungsnahmen aus unterschiedlichen Marktstufen mit wettbewerblichen Bedenken" genannt.
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