Symposium Feines Essen + Trinken: Denken, Ess...
 
Symposium Feines Essen + Trinken

Denken, Essen, Trinken

Symposium Feines Essen + Trinken
© Symposium Feines Essen + Trinken
© Symposium Feines Essen + Trinken

Über 800 Vertreter aus Handel, Industrie und Gastronomie trafen sich am 27. und 28. April zum lang erwarteten Dialogforum der Lebensmittelwirtschaft in München: zum 27. Symposium Feines Essen + Trinken.

Das Symposium Feines Essen + Trinken wurde vor 27 Jahren von engagierten Managern aus der Lebensmittelbranche und dem ideellen Träger, dem Handelsverband Bayern e. V. (HBE), speziell für die Foodbranche ins Leben gerufen. Das Symposium vereint Produktinformation und Fachtagung und zu einer bedeutenden Veranstaltung der Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft im deutschsprachigen Raum geworden, auf der auch Zukunftsvisionen vorgestellt und besprochen werden. Der Ablauf der Veranstaltung ist unterteilt in den Begrüßungsabend, die Fachtagung und den Marktplatz, auf dem Produktpräsentationen stattfinden und sich alles um die Ware dreht.

Moderiert von Werner D. Prill, sprachen u. a. der Chairman des Trendinstituts 2b AHEAD ThinkTank, Michael Carl, der nach seinem Einleitungssatz „Glauben Sie nicht vorschnell jedem Trend!“ anschaulich und humorvoll beschrieb, wie die Veränderungsgeschwindigkeit der Arbeitswelt stetig zunimmt und was sich für die Foodbranche dadurch ändert. Auf Prills Frage, ob wir denn nicht schon zu spät seien, wenn die Zukunft bereits gestern begonnen habe, antwortete er: „Wer heute anfängt, tut etwas Richtiges. Jeder muss seine eigene Lösung entwickeln. Dafür bietet eine Veranstaltung wie diese ideale Möglichkeiten.“

Im Anschluss daran verriet Rocco Bräuniger das Erfolgsgeheimnis von Amazon: „Wir arbeiten immer ausgehend vom Kunden und schauen, was er will.“ Anhand neuer Konzepte wie Amazon Pantry, Amazon Now oder Amazon Go machte Bräuniger deutlich, dass sich Amazon stark am Kunden orientiert und nicht am Wettbewerb.

Wie Nestlé Deutschland der Digitalisierung begegnet, erklärte Béatrice Guillaume-Grabisch in ihrem Vortrag über die neuen Geschäftsmodelle. Ihre Ansicht: „Die Lebensmittelwirtschaft kann keinen Trend außer Acht lassen. Die Verbraucher ändern sich, werden anspruchsvoller und flexibler.“

Nach angeregten Gesprächen an den Marktständen ging die Fachtagung am frühen Nachmittag in die zweite Runde – mit einem Interview von Karl-Heinz Dautzenberg, Vorstandsmitglied des Symposiums, und Manuel Stöffler von Grillido. Die beiden diskutierten über die Herausforderungen für Start-ups, die Erfolgsgeschichte von Grillido und über die Chancen, die das Symposium Jungunternehmern bietet.

Über einen großen Erfolg berichtete auch Ralf Grießer, Geschäftsbereichsleiter Immobilien und Strategie bei Real SB-Warenhaus GmbH: die Eröffnung der Markthalle in Krefeld. „Wir nutzten digitale Daten, um Kundengruppen zu definieren. Die Markthalle orientiert sich an zwei Kundentypen: an Großeinkäufern und genussorientierten Konsumenten.“

Anschließend bat der Moderator mit Harm Humburg (Geschäftsführung Vertrieb von Ferrero Deutschland) scherzhaft ein „Urgestein“ der Branche auf die Bühne. Humburg fügte hinzu, er habe immerhin den Vorteil, die analoge und digitale Welt gleichermaßen erlebt zu haben. Für ihn sei die Digitalisierung nur die Voraussetzung für die Lösung der Probleme. Denken und handeln müssten wir weiterhin selbst. „Veränderung ist etwas ganz Normales, man muss nur schauen, dass man das Tempo hält. Die Marke darf dabei niemals emotionslos werden“, sagte Humburg.

Alle Informationen zum 27. Symposium Feines Essen + Trinken sind auf www.symposium-feines-essen-und-trinken.de abrufbar.
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