EZA Weltladen: Der Faire Handel und die Fraue...
 
EZA Weltladen

Der Faire Handel und die Frauen

EZA
„Für mich ist es wichtig, organisiert zu sein. Ich bestimme mit. Ich werde unterstützt und komme vorwärts“, sagt Irma Esperanza Quintero von APROLMA in Honduras © EZA
„Für mich ist es wichtig, organisiert zu sein. Ich bestimme mit. Ich werde unterstützt und komme vorwärts“, sagt Irma Esperanza Quintero von APROLMA in Honduras © EZA

Der Weltfrauentag am 8. März ist auch heuer wieder Anlass, um die tägliche Arbeit und die laufenden Bemühungen des Fairen Handels für Geschlechtergerechtigkeit ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Im globalen Norden der Welt ist die Gleichberechtigung der Frauen ihren Weg noch nicht bis zum Ziel gegangen. Im globalen Süden hingegen stehen viele Frauen erst am Beginn dieser Wanderung, und sie benötigen Unterstützung, um Selbstständigkeit in ihr Leben zu bringen. Daher liegt es allen Fair-Handelsorganisationen speziell am Herzen, den Frauen dort eine Beschäftigungsmöglichkeit zu schaffen und sie zu ermutigen, Führungspositionen einzunehmen. Dieser wichtige Faktor findet sich auch in den Standards der World Fair Trade Organisation (WFTO) wieder.

Frauen, die einen Beruf ausüben, tragen zum Familieneinkommen bei und können so beispielsweise zur schulischen Ausbildung ihrer Kinder beitragen. Oft ist es auch ein Beitrag dazu, dass ihre Kinder keiner ausbeuterischen Kinderarbeit nachgehen müssen. Mit dem selbstverdienten Geld geht ein gestärktes Selbstbewusstsein der Frauen einher, und dies wiederum hat Einfluss auf eine respektvollere Wahrnehmung der Frauen durch Männer in ihrem Umfeld.

Viele Projekte sowie Kooperativen des Fairen Handels unterstützen Frauen in schwierigen Situationen wie etwa die „Kaffee-Frauenkooperative“ APROLMA in Honduras, die sich in der von Männern dominierten Kaffeewelt einen Platz geschaffen hat. Ein weiteres konkretes Fairhandelsbeispiel ist „Targanine“. Das Netzwerk aus mehreren Kooperativen widmet sich der Erhaltung des Arganwaldes in Marokko, seiner nachhaltigen Nutzung und der Einbeziehung der lokalen Bevölkerung, vor allem der Frauen, um hochwertigstes Arganöl für die Weltläden zu produzieren.
stats