Rewe Group/Lekkerland: Deutscher Gegenwind be...
 
Rewe Group/Lekkerland

Deutscher Gegenwind beim Lekkerland-Zusammenschluss

Peter Obenaus, Köln
Lekkerland soll unter Rewe-Führung kommen, in Österreich und Deutschland wird der Zusammenschluss aktuell geprüft.
Lekkerland soll unter Rewe-Führung kommen, in Österreich und Deutschland wird der Zusammenschluss aktuell geprüft.

Die BWB und das deutsche Kartellamt prüfen die Übernahme des Convenience-Lieferanten durch die Rewe Group, im Nachbarland wird Kritik an dem Deal laut.

Wie die LZ berichtet, gibt es in Deutschland Gegenstimmen zur geplanten Übernahme von Lekkerland durch die Rewe Group. Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des deutschen Markenverbands, sieht in dem Deal eine "erhebliche Behinderung des Wettbewerbs auf dem Convenience-Markt, vor allem auf der Beschaffungsseite." Besonders betroffen sollen dabei neben der Convenience-Schiene auch die Warengruppen Alkohol, Getränke und Süßwaren sein.

Günter Thumser, Geschäftsführer des österreichischen Markenverbands, konnte aufgrund eines Auslandaufenthaltes noch kein Statement gegenüber CASH zu seiner Sicht der Dinge geben, das wird jedoch in der KW 39 nachgeholt.

Durch die Übernahme würde Rewe einen Convenience-Marktanteil von bis zu 75 % haben. Aktuell prüft das deutsche Kartellamt den Zusammenschluss im Nachbarland, hierzulande wurde die Fusion bei der Bundes Wettbewerbsbehörde (BWB) zur Prüfung vorgelegt. Deren Pressesprecherin Sarah Fürlinger erklärt: "In den ersten zwei Wochen nach Einreichung des Verfahrens können Kommentare dazu eingereicht werden, wenn wirtschaftliche Interessen betroffen sind. Seit der Auflage sind bei uns mehrere solcher Kommentare eingegangen, die wir nun sorgfältig prüfen. Bis zum 27. September können noch weitere Anmerkungen zum Verfahren eingebracht werden." Die Anzahl oder Verfasser der Kommentare wird nicht genannt.

Seitens der BWB gibt es nun mehrere Szenarien: Sollten keine Bedenken anfallen, kann der Zusammenschluss mit oder ohne zusätzliche Bedingungen nach 4 Wochen Prüfzeit freigegeben werden. Diese Frist kann, wenn notwendig, auf 6 Wochen erhöht werden. Sollte keine Freigabe erfolgen, wird der Prüfungsantrag vom BWB an das Kartellgericht weitergeleitet.

Kritik am deutschen Kartellamt gibt es vor Allem wegen der Art der Überprüfung - dies, so lauten die Vorwürfe vor allem von Seite der Markant Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG, finde hinter verschlossenen Türen statt. Markanthat viel zu verlieren, ist Lekkerland doch bislang ein Kunde gewesen.

Hier finden Sie die Zusammenschlussmeldung auf der Seite der BWB.
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