Immowelt: Die anstrengende Mülltrennung
 
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Die anstrengende Mülltrennung

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Eine aktuelle Studie von immowelt.at zeigt, dass mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen in Österreich von der Trennung des Hausmülls genervt ist.

Genervt von der Mülltrennung (Haushaltsmüll) sind, nach Altersgruppen geordnet, 58 Prozent der 18- bis 39-Jährigen, 42 Prozent der 40- bis 59-Jährigen und nur 29 Prozent der Über-60-Jährigen. Ordnet man das nach Familienstand bzw. Haushalt, so nervt die Mülltrennung 51 Prozent der Alleinstehenden und 41 Prozent der Paare.

Haushaltsmüll ist unvermeidlich, es gibt aber auch Müllsorten, die noch unbeliebter sind als andere. Besonders unpopulär ist die Trennung von Problemstoffen: Zwölf Prozent aller Österreicher nervt das Separieren von Batterien und Farben, die man ja selbst zurück in den Handel oder auf den Mistplatz bringen sollte. Ebenfalls mühsam und daher auf dem nachvollziehbaren Platz 2 der Flop-Liste ist der unhandliche Sperrmüll. Jeden zehnten Österreicher stört es, die sperrigen Gegenstände vom Rest des Mülls getrennt zu entsorgen. Auf Platz 3 schaffte es der Bioabfall: Über ihn regen sich immerhin noch 9 Prozent der Österreicher auf.

Sei dem wie es sei, der Konnex, den die Immowelt-Aussendung zur aktuellen Klimaschutzbewegung herstellt, die ja eher von der Jugend getragen wird, scheint zumindest weit hergeholt zu sein – Zitat: „Parallel zur Fridays-for-Future-Bewegung scheinen die jungen Österreicher festzustellen: Der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit ist eben auch mit mehr Aufwand verbunden.“ Die konstatierte und mit Daten untermauerte Genervtheit könnte ja auch dadurch entstanden sein, dass die Mülltrennungskriterien nicht immer so klar sind, wie man es sich wünschen würde. So gehört ein Getränkekarton – ein Verbundmaterial aus Karton, Plastik und Aluminium – in die gelbe Plastiktonne, sagt Getränkekarton Austria. Der cash.at-Berichterstatter kann sich demgegenüber noch gut an die Schimpftirade eines Wiener MA-48-Mitarbeiters erinnern, der ihn beim Entsorgen ermahnt hatte, die Getränkekartons doch in den Restmüll zu tun. Also was jetzt, und warum? – Ein Befragen der Beweggründe für das Genervtsein der Jungen beim Mülltrennen wäre wünschenswert gewesen.

Für die von immowelt.at beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2019“ wurden im Februar 2019 österreichweit 500 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt.
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