Arbeitsgemeinschaft Weltläden: Die Frauen und...
 
Arbeitsgemeinschaft Weltläden

Die Frauen und der faire Handel

Weltladen/WFTO
© Weltladen/WFTO
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Die ARGE Weltläden kündigt anlässlich des Weltfrauentags am 8. März einen neuen Bericht der World Fair Trade Organization an. Dieser soll zeigen, wie stark Frauen in Fairem Handel involviert sind.

„Frauen leisten weltweit 70 Prozent der Arbeit, davon den Großteil der unbezahlten Arbeit, erhalten aber nur 10 Prozent des Einkommens“, erklärt Gudrun Danter, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Weltläden. Die österreichischen Weltläden nutzen den 8. März, um auf den Unterschied aufmerksam zu machen. Die zu erwartenden Zahlen dürften sich von denen des Vorjahrs kaum unterscheiden, zur Orientierung dient die Grafik nebenan. Bei World-Fair-Trade-Organization-(WFTO)-Mitgliedern gibt es ungleich mehr Frauen in Führungspositionen. Dies könnte auch ein Modell für herkömmliche Wirtschaftspraktiken sein, hängt so eine Quote doch auch mit Bildung zusammen.

Der faire Handel ermöglicht nämlich Frauen im globalen Süden einen Ausweg aus einer Situation, die sie auf bloße reproduktive Tätigkeiten reduziert und von Bildung und wirtschaftlicher Verantwortung fernhält. Es wird ein fairer Preis bezahlt, der ein Grundpfeiler einer solidarischen Zusammenarbeit und damit Grundlage für ein würdevolles Leben ist, so die AG Weltläden in einer Aussendung. Außerdem garantiert der Faire Handel den Menschen am Anfang der Handelskette faire Bedingungen wie Abnahmegarantien und Vorfinanzierungen und ermöglicht ihnen einen direkten Zugang zum Weltmarkt. Es gibt Biozuschläge und Prämien, die man solidarisch in Programme für Gesundheit, Bildung, Gewaltprävention, Mobilität und Vorsorge für Krankheit und Alter investieren kann.
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