GfK: Die Konjunkturerwartung geht zurück
 
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Die Konjunkturerwartung geht zurück

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Trotz der leicht rückgängigen Konjunkturerwartung ist die Konsumlaune der Menschen vor dem Sommer leicht angestiegen, sagt eine GfK-Untersuchung über das derzeitige Konsumklima.

Der Optimismus des Jahres 2017 setzt sich 2018 nicht fort – die Konjunkturaussichten sind eingetrübt, die Anschaffungsneigung ist der einzige Indikator, der leicht ansteigt. Das Konsumklima in Österreich hat nach einem Dämpfer im ersten Quartal im zweiten Quartal weiter an Optimismus verloren. Die Österreicher warten nach der Hochphase im Jahr 2017 weiter ab und sehen die Zukunft in Hinblick auf die Konjunktur weniger rosig: „Die Hochphase des Jahres 2017 ist zu Ende, die Erwartungen in Hinblick auf die Wirtschaft und das Wachstum fallen deutlich verhaltener aus“, konstatiert Paul Unterhuber von GfK Österreich.

Die Konjunkturerwartung ging im Juni auf 26,3 Punkte zurück. Dies ist ein Minus von 11,3 Zählern gegenüber März und ein Verlust von 18,5 Zählern gegenüber dem Wert vom Dezember 2017. Auch die Entwicklung der Löhne wurde von den Österreichern im zweiten Quartal pessimistisch beurteilt. Im Juni erreichte die Einkommenserwartung 25,8 Punkte und damit 6,2 Zähler weniger als noch im März. „Die Konjunkturerwartung hängt immer auch mit der Erwartung der persönlichen Einkommen zusammen – sinkt die Hoffnung auf ein Wirtschaftswachstum, gehen meistens auch die Erwartungen auf die Löhne zurück“, so Unterhuber, und er stellt Folgendes in Aussicht: „In Anbetracht der sich abkühlenden konjunkturellen Aussichten bleibt abzuwarten, wie sich die Impulse mit der Fußball-WM in Europa verändern. Diese Einflüsse werden im 3. Quartal mess- und interpretierbar sein.“ Eine leichte Steigerung zeigte sich bei der Anschaffungsneigung. Nach 25,4 Zählern im März kletterte der Indikator auf 27,4 Punkte.

Entwicklung in ganz Europa gebremst


Wirft man einen Blick auf die Konsumstimmung in europa, dann sieht man, dass sie sich im zweiten Quartal 2018 leicht verbessert. Im Juni erreichte der Konsumklima-Wert für die EU-28-Staaten 23,2 Zähler und lag damit um 2,6 Punkte über dem Wert vom März. Dies ist der höchste Stand seit November 2007. Die Verbraucher bewerteten die wirtschaftlichen Aussichten im europäischen Durchschnitt weniger positiv als noch zu Anfang des Jahres. Die Konjunkturerwartung erreichte 7,1 Punkte im Juni. Dies ist ein klarer Rückgang gegenüber den im März erzielten 15 Zählern. Speziell in Deutschland, Frankreich und Belgien nahm das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung deutlich ab. In Spanien und Italien hingegen blickten die Verbraucher zuversichtlicher auf die heimische Konjunktur. Die Einkommenserwartung konnte ihr Niveau im europäischen Durchschnitt behaupten und erreichte 16,8 Punkte im Juni. Damit lag sie um 0,5 Zähler über dem März-Wert. In Spanien, Slowenien und Griechenland stieg der Indikator gegenüber dem ersten Quartal deutlich an. Hier bewerten die Verbraucher die zukünftige Entwicklung ihrer Löhne also optimistischer.

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