Wirtschaftskammer Österreich: Die Österreiche...
 
Wirtschaftskammer Österreich

Die Österreicher kaufen heuer rund 10 Millionen Glücksbringer

Seine Lieben zum Jahreswechsel mit einem Glücksbringer zu beschenken ist eine Besonderheit des österreichischen Brauchtums und in anderen Ländern eher unbekannt. Die traditionellen Silvesterstandln bieten auch heuer wieder ein vielfältiges Angebot.

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"Wir schätzen, dass heuer wieder rund 10 Millionen Glücksbringer die Menschen zu Silvester erfreuen werden", sagt Gerhard Lackstätter, Obmann des Bundesgremiums des Markt-, Straßen- und Wanderhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Dabei reicht die Palette von Klassikern wie vierblättrigen Kleeblättern, Marienkäfern, Rauchfangkehrern, Hufeisen, Glückspilzen oder Schweinchen bis hin zu Extravagantem wie Elefanten, Fischen, Pinguinen oder Delfinen.

Trend zu personalisierten Holz-Glücksbringern
Zusätzlich zu den kleinen Plastik-Glücksbringern für die Geldbörse, die nach wie vor stark gefragt sind, greifen die Österreicher immer häufiger zu Sparschweinen, Plüschtieren oder Keramik-Figuren. "Ein neuer Trend sind Glücksbringer aus Holz, die durch eine Gravur personalisiert werden", so Lackstätter. Ebenfalls beliebt ist das traditionellen Bleigießen, wo Glücksbringer aus Blei oder Zinn (zumeist aus dem Traditionsunternehmen Erwin Perzy aus Wien-Hernals) über einer Flamme geschmolzen und dann in eine Schüssel mit Wasser gegossen werden. Die dabei entstehenden Figuren sollen dann bei entsprechender Deutung Auskunft über die Zukunft geben. Eher weniger oft gekauft werden Glastiere mit LED-Beleuchtung, blinkende Sterne, Hufeisen und Herzen.

Registrierkassenpflicht macht Standlern das Leben schwer
Eine Prognose dazu wie es um die Zukunft der Silvesterstandln bestellt ist, möchte Lackstätter nicht wagen. Angesichts der Belastungen aufgrund der Registrierkassenpflicht für den Markthandel würden aber viele Marktfahrer überlegen, ob sie im kommenden Jahr wieder einen Silvesterstand betreiben können, der sich betriebswirtschaftlich gesehen auch wirklich rechnet.

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