Wirtschaftskammer Österreich: Die UTP-Richtli...
 
Wirtschaftskammer Österreich

Die UTP-Richtlinie neu machen

Die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich sieht eine Chance, die EU-Richtlinie zu UTP „neu aufzusetzen“.

Für die Möglichkeit, das zu tun, hat Handels-Spartenobmann Peter Buchmüller vor kurzem in einer Aussendung plädiert. UTP ist die Abkürzung für die EU-Richtlinie über „unfair trading practices in the food supply chain“, es geht also um die „unfairen Handelspraktiken“, cash.at hat laufend berichtet. Anlass für Buchmüllers Vorstoß dürfte sein, dass die so genannten Trilog-Verhandlungen (zwischen EU-Parlament, Rat und Kommission) über diese Richtlinie vorerst kein Ergebnis gebracht haben.

„Der Richtlinienentwurf ist aus Sicht des Handels ohnehin völlig unausgegoren. Vor diesem Hintergrund hat auch die Bundessparte Handel der WKÖ auf europäischer Ebene in Brüssel intensiv auf darin enthaltene Stolpersteine aufmerksam gemacht und die Entscheidungsträger sensibilisiert. Unsere Bemühungen haben gefruchtet und wesentlich dazu beigetragen, dass das geplante Regelwerk nun hoffentlich von Grund auf neu überdacht wird“, zeigt sich Handelsobmann Peter Buchmüller erfreut.

Der Umfang des Geltungsbereichs der EU-Richtlinie zu UTP sei aus Sicht des Handels rechtlich mehr als fragwürdig, weil die entsprechende Bestimmung des Vertrages über die Arbeitsweise der EU es nicht hergebe, die Beziehungen zwischen Händlern und nicht-landwirtschaftlichen Lieferanten zu regeln; aber, so hält Buchmüller abschließend fest, „der österreichische Handel bekennt sich ganz klar zu Fairness im Umgang mit der Landwirtschaft und anderen Geschäftspartnern“.
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