DiTech: DiTech meldet Insolvenz an
 
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DiTech meldet Insolvenz an

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Der entsprechende Antrag auf ein Sanierungsverfahren mit Fremdverwaltung wurde vom Anwalt von DiTech Dr. Michael Proksch am 24. März beim Handelsgericht Wien eingebracht. 10 Filialen machen dicht, 92 Jobs gehen verloren.

"Die intensiven Verhandlungen im In- und Ausland haben länger gedauert als angenommen. Nach den ersten Investorengesprächen haben sich neue, potentielle Interessenten für eine Finanzbeteiligung an DiTech gemeldet. Ihr Interesse und Engagement sowie die sich dadurch ergebenden neuen Möglichkeiten wollten die Eigentümer von DiTech in aller Ruhe prüfen, bevor sie sich für einen Finanzinvestor entscheiden.", teilte der IT-Händler DiTech aus Anlass der Insolvenzanmeldung in einer Aussendung mit Man sei zuversichtlich, dass man mit Hilfe eines Investors den insolventen Computerhändler sanieren kann. Details müssten noch in den Gesprächen mit dem Sanierungsverwalter in den nächsten Tagen ausgearbeitet werden. Die Investoren möchten bis zum endgültigen Abschluss der Verträge nicht genannt werden, so DiTech.

Zum Insolvenzverwalter wurde der  Rechtsanwalt Günther Hödl aus Wien bestellt. Die Passiva belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro, 1250 Gläubiger sind betroffen, verlautet es seitens des KSV 1870. Gläubigerforderungen können bis zum 29. 4. 2014 angemeldet werden. Die Abstimmung über den Sanierungsplan ist für 13. 5. 2014 angesetzt. Angeboten wird eine Quote von 20 Prozent.

Im Sanierungskonzept ist die Schliessung von 10 Filialen vorgesehen: Wien Gablenzgasse (Lugner City), Amstetten, Horn, Pasching, Salzburg Stadt, Kufstein, Dornbirn, Kapfenberg, Liezen und Villach. Insgesamt wurden 120 Mitarbeiter beim AMS-Frühwarnsystem angemeldet, ihren Job verlieren werden  92 der 254 Mitarbeiter, eine Reduktion um 36 Prozent. Das soll eine Kostensenkung von ca. 6,5 Millionen Euro pro Jahr bringen. Die Hauptlieferanten hätten eine Interesse am Weiterbestand von DiTech bekundet und bereits die weitere Belieferung zugesagt, so Creditreform-Chef Gerhard Weinhofer.

Für die DiTech-Tocher dimotion GmbH, die PC-Systeme und Notebooks unter der Eigenmarke „dimotion“ zusammenbaut, wurde bereits am 14. März ein Konkursantrag eingebracht.
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