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dm schnürt Paket über dem KV

dm / Riebler
"Wenn nun die Teuerung für viele Menschen in unserer Wirtschaftsgemeinschaft krisenhafte Ausmaße annimmt, dann wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Kolleginnen und Kollegen in dieser Situation zu unterstützen“, betont dm-Geschäftsführer Harald Bauer.
"Wenn nun die Teuerung für viele Menschen in unserer Wirtschaftsgemeinschaft krisenhafte Ausmaße annimmt, dann wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Kolleginnen und Kollegen in dieser Situation zu unterstützen“, betont dm-Geschäftsführer Harald Bauer.

Vor allem geringere Einkommen sollen von der geplanten Erhöhungen von bis zu 12 Prozent profitieren. Das Mindestgehalt wird auf 2.000 Euro angehoben.

Die KV-Verhandlungen des Handels sind erst wenige Stunden alt, da hat dm drogerie markt schon seine eigenen Pläne bezüglich Gehälter und Löhne in einer Aussendung kundgetan - und die sollen in weiten Teilen deutlich über den Zahlen des Kollektivvertrags liegen. Darüber wurden die Mitarbeiter wohl in einem gemeinsamen Schreiben von Geschäftsleitung und Betriebsrat bereits vergangenen Freitag informiert. Die Eckpunkte des akkordierten Gesamtpaketes sehen vor, dass alle Einkommen mit 1. Jänner dauerhaft um mindestens 7 Prozent erhöht werden. Geringere Einkommen werden überproportional profitieren: Hier beträgt das Plus bis zu 12 Prozent statt der im KV vorgesehenen bis zu 8,7 Prozent. Filialmitarbeiter im Handels-KV erhalten damit ein Mindestgehalt von 2.000 Euro statt 1.945 Euro. Bei Lehrlingen soll das Plus sogar bis zu 30 Prozent ausfallen. Bis Mitte Dezember sollen alle Details für die einzelnen Berufs- und Einkommensgruppen geklärt werden.


Es gelte darauf zu achten, für bestehende und neue Mitbewerber im Wettbewerb mit anderen Branchen attraktiv zu bleiben, heißt es in der Aussendung und dm-Geschäftsführer Harald Bauer betont weiter: "Im Rahmen unseres Programms ,Total Compensation‘ zählen dazu Weiterentwicklungsmöglichkeiten und persönliche Wertschätzung, Maßnahmen im Sinne von Vereinbarkeitsfragen und Inklusion, Maßnahmen zur Erhaltung der körperlichen und seelischen Gesundheit und vieles andere mehr – nicht zuletzt ein attraktives Einkommen in einem Ausmaß, das es unseren Kolleginnen und Kollegen ermöglicht, bei dm zu arbeiten und mit ihrem Einkommen auch gut auskommen zu können." Die "soliden Vereinbarungen der Sozialpartner in den Kollektivverhandlungen des Handels" begrüßt er dennoch. "Wir sehen für die Bewältigung der derzeitigen multiplen Krisensituationen nur den sinnvollen Weg des Miteinanders und des Zusammenhalts aller Betroffenen."

Auch über zusätzliche Einmalzahlungen wird diskutiert. Bereits ausbezahlt wurde eine steuerfreie Einmalzahlung von 400 Euro je Mitarbeiter. Außerdem wurde der Mitarbeiterrabatt für Einkäufe bei dm von fünf auf zehn Prozent angehoben. "Wenn nun die Teuerung für viele Menschen in unserer Wirtschaftsgemeinschaft krisenhafte Ausmaße annimmt, dann wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Kolleginnen und Kollegen in dieser Situation zu unterstützen", so Bauer.
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