dm drogerie markt: dm hält Wachstumskurs in Ö...
 
dm drogerie markt

dm hält Wachstumskurs in Österreich

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Beim Sortiment setzt dm verstärkt auf Bio-Produkte. © dm/Sanchez
Beim Sortiment setzt dm verstärkt auf Bio-Produkte. © dm/Sanchez

Der Drogeriewarenkonzern dm wächst im ersten Halbjahr (01.10.2015 – 31.03.2016)  in Österreich  um 4,7 % auf nunmehr 415 Mio. Euro.

Die gesamte Tochtergesellschaft des Karlsruher Konzerns, der neben Österreich auch Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Bulgarien und Mazedonien angehören, konnte den Umsatz zur Halbjahresbilanz 2015 um 7,9 % auf 1,08 Mrd. Euro steigern. Im Teilkonzern eröffnete der Drogist 33 zusätzliche Läden, einen davon im Kernland Österreich.

Damit legt die Region Österreich/CEE sogar stärker zu als der Gesamtkonzern, der im Halbjahr ein Wachstum von 6,8 % auf 4,7 Mrd. Euro verzeichnet. Insgesamt verfügt der Konzern nun europaweit über 3.282 Filialen.

Neues Volumen-Verteilzentrum in Enns ab Juli

dm will weiterhin in Logistik und Ladenausstattungen der bestehenden Flächen investieren. Dafür werden in Österreich für das kommende Halbjahr 25 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Allein in den letzten sechs Monaten eröffneten in Österreich 17 Filialen mit  neuer Ausstattung oder einer Übersiedlung auf vergrößerter Fläche. Insgesamt 80 der 288 hiesigen Filialen sollen auf das neue Konzept umgestellt werden. Zudem eröffnet der Konzern im Juli ein neues Volumen-Verteilzentrum in Enns. 

dm will auch künftig am Dauerpreisversprechen festhalten. Das laufende Geschäftsjahr stehe weiterhin im Zeichen von ‚immergünstig’, so Mag. Martin Engelmann, Vorsitzender der dm Geschäftsführung in Österreich. „Unsere Kunden sollen von einem höchst attraktiven Preisniveau profitieren, ohne sich mit Schnäppchenjagd und Bevorratung quälen zu müssen.“

Ausbau des Bio-Sortiments

Beim Sortiment setzt dm verstärkt auf Bio-Produkte. „Die Kunden suchen zunehmend Produkte, die unterschiedliche Bedürfnisse und Ernährungstrends abdecken“, so Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung des Konzerns.

Das Sortiment von derzeit 2.100 Bio-Lebensmitteln soll hierzulande weiter gesteigert werden. Die jüngst aufgelegte Bio-Eigenmarke des Konzerns umfasse mittlerweile 230 Produkte und sei sehr erfolgreich. Zudem wolle das Unternehmen verstärkt Produkte heimischer Familienbetriebe wie die Rosenfellner Mühle, Pölzer Spezialitäten, Wald&Wiese, Ölmühle Fandler oder Naturbäckerei Bräuer in die Regale bringen. Auch das Berliner Start-up Unternehmen Veganz ist künftig mit 12 Produkten bei dm Österreich gelistet.

Angriff auf das Apothekenmonopol

Gern würde der Drogist auch beim Vertrieb rezeptfreier Arzneimittel mitmischen. Das verhindert allerdings das hiesige Apothekenmonopol, das eine pharmazeutische Beratung vorschreibt. Seit Juni 2015 dürfen Apotheken rezeptfreie Arzneimittel allerdings versenden. dm sieht hier eine Ungleichbehandlung und ruft nun den Verfassungsgerichtshof an. Rückenwind bekommt der Händler dabei von einem Gutachten des Verfassungsexperte Prof. Dr. Heinz Mayer, der das Apothekenmonopol sachlich nicht mehr gerechtfertigt und somit für verfassungswidrig hält. Auch Drogisten müsse der Verkauf von rezeptfreien Arzneimitteln erlaubt werden. dm argumentiert schon jetzt mit dem Nutzen für Verbraucher: Die Preise würden um 20 bis 30 Prozent unter dem der Apotheken liegen, rechnet der Drogist vor.

Martin Engelmann, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung © dm/Graf
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Martin Engelmann, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung © dm/Graf
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