Dossier Weltbienentag: Ein Tag für die Bienen
 
Dossier Weltbienentag

Ein Tag für die Bienen

PollyDot/Pixabay.com

Am 20. Mai wird weltweit der Tag der Biene begangen, um zu unterstreichen, wie wichtig die Bienen sowohl für unser Ökosystem als auch für die Wirtschaft sind.

Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit ist grundlegend für die Menschheit. Sie tragen einen wesentlichen Beitrag zu unserer Gesundheit und Nahrung bei. Das Europäische Parlament spricht davon, dass allein in der EU rund 84 Prozent der Kulturpflanzenarten und 78 Prozent der Wildblumenarten zumindest teilweise von der Bestäubung durch Bienen und Insekten abhängig sind. Nach Angaben des Weltrats für Biologische Vielfalt sorgen Bienen und andere Insekten mit Ihrer Bestäubung jedes Jahr weltweit für Nahrungsmittel im Wert von bis zu rund 500 Milliarden Euro. Dabei geht die Bienen- und Insektenpopulation seit Jahren zurück. "Wir haben in den vergangenen 30 Jahren und in allen Ökosystemen weltweit einen Rückgang der Insektenpopulation um 75 Prozent zu verzeichnen", berichtet Martin Poreda, Co-Gründer und CEO Hektar Nektar. Grund dafür sind Urbanisierung sowie Rohstoffabbau und damit einhergehend die Einschränkung des Lebensraums der Tiere, der Einsatz von Pestiziden, Umweltverschmutzung aber auch der Klimawandel tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Schon Albert Einstein sagte: "Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben" und spricht damit ein Problem an, das mittlerweile nicht nur Tier- und Umweltschützer beschäftigt.

Die Gefährdung der Honigbienenpopulationen, die sowohl in der EU als auch weltweit zurückgegangen sind, ist in den letzten Jahren in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Das hat dazu geführt, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 20. Mai 2018 den Weltbienentag initiierte. Damit unterstützte man eine Initiative des slowenischen Imkerverbands, der bereits 2014 die World Bee Day Initiative www.worldbeeday.org mit Unterstützung der Regierung von Slowenien ins Leben rief - ebenfalls am 20. Mai. Der Tag kommt nicht von ungefähr und geht auf den Geburtstag von Anton Janscha (*1734) zurück, seines Zeichens slowenischer Hofimker unter Kaiserin Maria Theresia, Erfinder der ersten Zargenbetriebsweise und Rektor der weltweit ersten modernen Imkerei-Schule.

Auch 2021 begehen wieder zahlreiche Menschen den Tag der Biene, um auf die Missstände aufmerksam zu machen und auf die Wichtigkeit der Biene hinzuweisen. Aktionen wie im Gerngross, wo man am 19. Mai Bienenhonig an die Besucher verschenkte, Spendenaufrufe und Kampagnen stehen an der Tagesordnung. Aber auch unter dem Jahr setzen sich Unternehmen, Handel und Industrie für den Artenschutz ein. Mehr dazu lesen Sie im Dossier zum Weltbienentag.

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