Spar/Kellogg: Drexel: Einstandspreisniveau an...
 
Spar/Kellogg

Drexel: Einstandspreisniveau anpassen

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Dr. Gerhard Drexel
Dr. Gerhard Drexel

Die Spar hat für Kellogg's Cornflakes 600 Gramm einen alternativen Beschaffungsweg gefunden, nachdem der Händler die Reduktion der Packungsgröße von 500 auf 375 g bei gleichbleibendem Einkaufspreis nicht akzeptiert und das Produkt ausgelistet hat.

Es sei unmoralisch und man könne es nicht mehr akzeptieren, wenn für ein und denselben Artikel, der in einem Werk produziert wird, in Österreich ein höherer Einstandspreis als in Deutschland verlangt wird. Das sagt Spar-Chef Dr. Gerhard Drexel im CASH-Gespräch – und bezieht sich aktuell auf den Umstand, dass „wir einen alternativen Beschaffungsweg gefunden haben, um das Originalprodukt aus Deutschland wieder unseren Kunden anbieten zu können“.

Woher die Spar nun die 600 Gramm-Packung Kellogg's Cornflakes bezieht, verrät Drexel nicht, denn die Gefahr, dass Kellogg diesen Lieferanten dann nicht mehr beliefern würde, sei durchaus gegeben. Nur eines hält er fest: Er ist aus Europa.

Parallel zum jetzigen alternativen Lieferanten hätte man aber auch noch einen zweiten gefunden und könnte vielleicht auch mit einem dritten ins Geschäft kommen. Kellogg-Österreich Geschäftsführer Volker Tratz hält fest: „Im europäischen Wirtschaftsraum ist es jedem Händler freigestellt, woher er seine Ware bezieht.“

 „Wir haben uns gut eingedeckt“, schildert Drexel jedenfalls die aktuelle Lage sowie, dass das Produkt bei Spar, Eurospar und Interspar um 3,59 Euro zu haben ist. Ab 10. September gibt es dann eine Aktion zum Preis von 2,99 Euro.

Andere Supermarktketten hätten die Preiserhöhung für Kellogg's Cornflakes 375 Gramm akzeptiert, der Verkaufspreis liege in der Regel bei rund 3,29 Euro.

Besagte Packungsreduktion von 500 auf 375 Gramm ist bei gleichbleibendem Einkaufspreis eine Preiserhöhung von 33 Prozent, rechnet Spar-Vorstandsvorsitzender Drexel vor.

Ob das Beispiel Kellogg eines ist, das man als Indiz für die weitere Vorgangsweise mit anderen internationalen Markenartikelkonzernen verstehen kann? „Ja, sicher“,  hält Drexel fest. „Bandbreiten kann es zum Beispiel auf Grund der Größenordnung von Jahresmengen geben. Aber das übergeordnete Ziel ist, dass es zwischen Österreich und Deutschland ein vergleichbares Einstandspreisniveau geben muss“. Nur so käme dann auch wieder Kellogg als direkter Lieferant ins Spiel.
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