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Drexel: Spar absolviert hervorragendes Jahr 2018

Die Spar konnte in Österreich doppelt so stark zulegen wie der Branchen-Schnitt - trotz Trennung der Tankstellen-Shops von Shell.

Eurospar-Filiale in Weißkirchen.
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Eurospar-Filiale in Weißkirchen.
Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel ist mit dem 2018er-Ergebnis der Spar-Gruppe mehr als zufrieden.
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Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel ist mit dem 2018er-Ergebnis der Spar-Gruppe mehr als zufrieden.
Die Spar-Organisation (Spar Österreich-Konzern inkl. Endumsätze der selbstständigen Spar-Kaufleute; ohne Hervis) ist bereits zum 9. Mal in Folge Wachstumsführer in Österreich: Sie konnte hierzulande um 4,0 % wachsen - mehr als doppelt so stark wie die LEH-Branche, die laut Nielsen-Umsatzbarometer um 1,6 % zulegen konnte. Laut den offiziellen Zahlen des Unternehmens zu 2018 wurde der Brutto-Verkaufsumsatz (Inland und Ausland, inkl. selbstständiger Spar-Kaufleute und SES) von 15 Milliarden Euro erstmals überschritten. Im Ausland wuchs der Umsatz der Spar-Gruppe wechselkursbereinigt um satte 7,2 %.

Investiert wurden insgesamt 660 Millionen Euro in neue Standorte bzw. die Modernisierung bestehender Filialen. Das neue frische-orientierte Marktkonzept, welches seit 2017 ausgerollt wird, lässt sich in bereits 100 Märkten finden. Auch Produktionsstätten von Tann in Wörgl und Graz wurden umgebaut. Für 2019 sind weitere 700 Millionen Euro an Investitionen geplant, ein Teil davon fließt in den Ausbau der Infrastruktur in Norditalien wie etwa das Zentrallager in Monselice, dessen Eröffnung für 2020 angesetzt ist.

Alleine hierzulande arbeiten nun 44.700 Mitarbeiter beim Spar-Konzern. Insgesamt neu geschaffen wurden im Vorjahr 1.300 neue Arbeitsplätze, mehr als ein Drittel davon in Österreich. Spar bildet im In- und Ausland 3.200 junge Menschen aus, jeder zweite Mitarbeiter hat 2018 eine Qualifizierungsmaßnahme absolviert.

LEH Inland



Die Spar-Organisation machte im Vorjahr 6,88 Mrd. Euro Umsatz, ein Plus von 4,0 %. "Gemäß Nielsen haben wir 2018 beim Marktanteil 0,7 Prozentpunkte dazugewonnen, somit liegt unser Marktanteil bei 31,9 %. Das ist äußerst erfreulich! Die genauen Daten von Nielsen stehen zwar erst Mitte 2019 fest, sicher ist aber bereits, dass Spar als einzige Lebensmittelhandels-Gruppe 2018 Marktanteile hinzugewonnen hat", so Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel.

Trotz einem Umsatzzuwachs von 4 % ist die Anzahl der österreichischen Standorte (Spar, Eurospar und Interspar) von 1.616 auf 1.560 geschrumpft. Das liegt größtenteils daran, dass die Tankstellenshops von Shell nicht mehr von Spar betreut werden. 800 der Standorte sind eigene Filialen, 701 Standorte werden von selbstständigen Spar-Kaufleuten betrieben, 59 sind Restaurants.

Im vergangenen Jahr wurden 30 Filialen neu eröffnet, 70 bestehende modernisiert. Besonders bei Interspar tut sich viel: zwei neue Standorte (Perg und Wien 23) und fünf Modernisierungen sind aktuell in der Pipeline. Die Filiale in Amstetten wird noch im Herbst 2019 ihren Betrieb wiederaufnehmen, die Standorte Bregenz, Braunau, Lienz, Wien-Alt Erlaa folgen 2020. Ebenfalls dieses Jahr wird das Megaprojekt rund um den Maximarkt Ried im Innkreis abgeschlossen.

LEH Ausland



Spar ist neben Österreich auch in Italien, Ungarn, Slowenien und Kroatien an 1.360 Standorten tätig. Dort konnte ein Umsatz von 5,7 Milliarden Euro, ein Plus von 7,2 %, verzeichnet werden.

In Italien steht das Hauptaugenmerk auf der Expansion in der Emilia Romagna. In Padua wird ein neues Distributionszentrum und gleichzeitig das neue Tann-Werk gebaut. Der Gesamtumsatz konnte um 4,2 % auf 2,25 Milliarden Euro gesteigert werden.

Slowenien verfügt über 122 Spar-Standorte, davon werden 19 von selbstständigen Kaufleuten betrieben. Gleich 6 davon haben im vergangenen Jahr ihre Märkte geöffnet. Es wurden 816 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, ein Plus von 4,1 %.

Von den 555 Spar-Standorten in Ungarn sind 102 Tankstellenshops, die von selbstständigen Einzelhändlern geführt werden. Dieses Netzwerk wurde 2018 um 17 Neuzugänge erweitert. In Üllö wurde planmäßig der neue enjoy- Produktionsbetrieb für Convenience-Produkte eröffnet. Der Umsatz wuchs um 6,5 % auf 1,94 Milliarden Euro.

In Kroatien hat Spar alle Billa-Standorte integriert - ein Prozess, der seit 2017 lief. 2018 stand die Eigenexpansion im Mittelpunkt, in Rijeka wurden zwei Interspar-Hypermärkte und fünf Spar-Supermärkte eröffnet. Der Brutto-Verkaufsumsatz belief sich auf 688 Millionen Euro, ein Plus von 15,3 %.

Eigenmarken



Die Eigenmarken S-Budget, Spar Vital, Spar Premium und Spar Natur*pur konnten in Österreich 40 % des Gesamtumsatzes einfahren, ein Zuwachs von knapp 6 %. Insgesamt 5.000 Artikel besagter Marken sind bereits im Spar-Sortiment, zum 10-jährigen Bestehen vom S-Budget wurden 100 neue Produkte vorgestellt. Das wirkte: S-Budget konnte ein Umsatzzuwachs von 11 % verzeichnen. Generell entwickelten sich die Eigenmarken stark, Natur*pur konnte um 14 %, Spar Premium um 13 % und Spar Vital um 10 % zulegen.

Seit 2018 setzt sich Spar mehr denn je für gesunde und nachhaltige Produkte ein, besonders Zucker und Palmöl standen im Fokus. Mit Jahresende konnten so 99 % aller Eigenmarkenprodukte palmölfrei angeboten werden, bei 200 Produkten wurde der Zuckeranteil sukzessiv reduziert. Gerhard Drexel skizziert die Ziele dazu: "Wir haben bereits 480 Tonnen Zucker eingespart. Um unser Ziel, bis 2020 mindestens 1.000 Tonnen Zucker aus den Eigenmarken-Produkten zu entfernen, zu erreichen, arbeiten wir intensiv an den Rezepturen weiterer hunderter Produkte. Wir setzen bei der Zuckerreduktion in den Spar-Eigenmarken auf die Evolution des Geschmacksempfindens: Kundinnen und Kunden sollen sich Schritt für Schritt an weniger Süße gewöhnen."

Sportfachhandel/Hervis



Mit 7 neuen Standorten im Inland und 8 im Ausland wurde expandiert, in Österreich feierte der Sportfachhändler die 100. Filiale. Die nun insgesamt 225 Hervis-Märkte in sieben Ländern (Östrreich, Deutschland, Kroatien, Slowenien, Rumänien, Tschechien, Ungarn) konnten einen Gesamtverkaufsumsatz von 520 Millionen Euro erzielen, rund 5 % davon wurden online erwirtschaftet.

SES Spar European Shopping Centers



An 29 Standorten in Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn, Tschechien und Kroatien gibt es bereits Einkaufszentren der Marke SES Spar European Shopping Centers mit einer verpachteten Gesamtfläche von 790.000 m2. Insgesamt erwirtschafteten die Zentren einen Verkaufsumsatz von 2,76 Milliarden Euro, ein Plus von 2,6 %. Schwerpunkt bei der Expansionsstrategie liegt bei der Modernisierung und Erweiterung beliebter Standorte - etwa wurde der 2007 eröffnete Murpark in Graz um 6.500 m2 (nun 43.000 m2 groß) erweitert, 19 neue Handels- und Gastro-Betriebe wurden eröffnet. Das slowenische Interspar-Center in Laibach wurde bei laufendem Betrieb erweitert, für 2020 ist die Fertigstellung des neuen Centers Šiška in Laibach vorgesehen.

Die Strukturdaten sowie die detaillierten Umsätze der Spar-Gruppe 2018 finden Sie hier:
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