Schlecker e.K.: Dubag übernimmt IhrPlatz und ...
 
Schlecker e.K.

Dubag übernimmt IhrPlatz und Schlecker XL Märkte

Foto: CASH Archiv
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Die Münchner Dubag – Deutsche Unternehmensbeteiligungen AG - übernimmt die Drogeriemarktkette IhrPlatz sowie die XL-Filialen von Schlecker. Den Vertrag zur Übernahme von IhrPlatz haben Dr. Michael Schumann, Vorstand der Dubag, und Werner Schneider, Insolvenzverwalter von IhrPlatz, bereits unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung für Schlecker XL soll kurzfristig erfolgen.

Über die Details der Verträge vereinbarten beide Parteien Stillschweigen. Unter der Marke Schlecker XL gibt es aktuell 342 Filialen in Deutschland mit rund 1.100 Mitarbeitern. IhrPlatz beschäftigt mehr 3.900 Mitarbeiter und betreibt aktuell 490 Filialen. Deutschlandweit gibt es außerdem weitere 50 IhrPlatz Märkte, die als Franchiseunternehmen geführt werden.

„Wir werden die XL Märkte sehr kurzfristig auf das IhrPlatz Konzept umstellen. IhrPlatz hat dann mit mehr als 800 Märkten eine sehr gute bundesweite Präsenz“, sagte Michael Schumann, Vorstand der Dubag im Zuge der Vertragsunterzeichnung. IhrPlatz sei ein im Kern gesundes Unternehmen mit guten Lagen und einem positivem Image, das auch unter den aktuellen Entwicklungen kaum gelitten habe. „Unser Ziel ist es, IhrPlatz als Drogeriekette mit einem attraktiven Preisniveau und interessanten Sonderaktionen zu positionieren.“

Die Dubag ist eine unabhängige Beteiligungsgesellschaft, die sich auf den Erwerb von Unternehmen in Sondersituationen spezialisiert hat. Das Management Team verfügt über langjährige Erfahrungen im internationalen Beteiligungsgeschäft sowie in der strategischen Neuausrichtung von mittelständischen Unternehmen zur nachhaltigen Wertentwicklung.

Schumann plant, das Logistiknetz für IhrPlatz in den kommenden Monaten neu auf- und auszubauen. Dazu prüft Dubag verschiedene Optionen für die Logistikstandorte. Außerdem sollen das Führungsteam in der Zentrale sowie die Vertriebsstrukturen ausgebaut werden.

Zukunft von Schlecker Österreich in der Schwebe



Für die Österreich-Tochter von Schlecker wird einem Bericht der Tageszeitung Kurier zufolge derzeit mit drei Interessenten aus der Handels- und Finanzbranche verhandelt. "Sollte bis Monatsende kein Investor gefunden werden, müsse auch Schlecker Österreich in die Insolvenz. Möglich, dass dann der Masseverwalter gemeinsam mit Financiers zumindest einige rentable Standorte retten kann", heißt es dort.
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