LGV: Durchwachsenes Jahr für Frischgemüse
 
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Durchwachsenes Jahr für Frischgemüse

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LGV-Aufsichtsratsvorsitzender Robert Fitzthum (r.) und LGV-Alleinvorstand Gerald König © LGV
LGV-Aufsichtsratsvorsitzender Robert Fitzthum (r.) und LGV-Alleinvorstand Gerald König © LGV

Der eher maue Sommer 2014 hat beim Absatz von Frischgemüse tiefe Spuren hinterlassen.

Laut Zahlen der Roll-AMA brach der mengenmäßige Absatz von Fruchtgemüse im zweiten Trimester 2014 um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. Wertmäßig entspricht dies einem Minus von vier Prozent. Vor allem Gurken erlebten im zweiten Trimester 2014 mit minus 19,9 Prozent einen besonders herben Rückgang.

Nicht verwunderlich, dass man auch bei Österreichs größtem Frischgemüsevermarkter LGV von einem Sommer spricht, der nicht wirklich glücklich macht. "Wenn das Wetter nicht sommerlich ist, denkt keiner ans Grillen, frische Salate und sommerliche Gemüsespeisen", so LGV-Aufsichtsratsvorsitzender Ing. Robert Fitzthum. Demnach fiel der Umsatz der LGV-Gärtner im Juli um 13 Prozent unter den Durchschnitt, im August stand mit minus 17 Prozent sogar ein noch drastischer Einbruch zu Buche. Für das Gesamtjahr 2014 rechnet die LGV mit einem Umsatzrückgang von vier Prozent auf 62,5 Mio. Euro nach 65 Mio. Euro 2013. Beim Volumen geht man im Vergleich zum Vorjahr von einer gleichbleibenden Gemüsemenge von 38.000 Tonnen aus.

Dass das Umsatzminus nicht größer ausfällt, führt LGV-Alleinvorstand Mag. Gerald König zu einem Hauptteil auf die in den letzten Jahren kontinuierlich aufgebaute Premiumlinie zurück. So hat sich beispielsweise der Umsatz mit LGV Cherrytomaten von 2012 auf 2014 um 492 Prozent gesteigert. Auch die Mini-Gurken konnten in den letzten zwei Jahren ihren Umsatz um 75 Prozent erhöhen. Mit plus elf Prozent stark gewachsen sind im turbulenten Gemüsejahr 2014 übrigens auch die LGV-Warenspenden an Sozialmärkte. Hier wurden heuer 150 Tonnen abgegeben, was laut LGV-Alleinvorstand Gerald König einem Warenwert von 160.000 bis 180.000 Euro entspricht.
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