E-Special Hygiene und Desinfektion: Systemhyg...
 
E-Special Hygiene und Desinfektion

Systemhygiene unterstützt den Handel

Werner Krug/Hagleitner Hygiene

Der Handel muss sich nicht alleine um die Hygiene am POS kümmern. Experten aus dem Bereich der Systemhygiene stehen ihnen zur Seite und setzten dafür auch während Corona auf Innovationen – trotz zahlreicher Herausforderungen.

Hygieneprodukte waren nicht nur im Bereich der Endkonsumenten extrem gefragt, auch die Systemhygiene konnte sich seit Anfang der Coronaviruspandemie vor Anfragen aus Industrie, Handel und von anderen Dienstleistern kaum retten. Die Produktionen liefen in Dauerschleife. Bei Hagleitner spricht man von einer Verzwölffachung der Nachfrage nach Desinfektionsprodukten – und das obwohl Absätze und Umsätze in Bereichen wie Gastronomie und Hotellerie, Schulen und einigen Kundensegmenten vorübergehend zur Gänze weggebrochen sind.

Vorrausschauend Denken in der Krise

Einfach hatte es die Systemhygiene nicht. Peter Hehenberger, hollu Key Account Manager Direktvertrieb Österreich, erzählt, dass man als langjähriger Partner von Lieferanten plötzlich nicht mehr beliefert wurde. Außerdem gab es einen Rohstoffmangel bei gleichzeitiger Steigerung der Rohstoffpreise – und einer Hypernachfrage. Da blieb nur noch eines, schnell reagieren, Lösungen finden und Platz für Innovationen zu schaffen. Hagleitner rief so zu Beginn der Krise zu mehr Solidarität auf und ermunterte Firmenkunden zum Desinfektionsspender-Sharing, also vorübergehend unbenutzte Spender anderen als Leihgabe zu überlassen. Mittlerweile setzt der Hygiene-Spezialist außerdem auf Expansion. Seit August 2020 vergrößert das Unternehmen sein bestehendes Spender-Werk, um den Bedarf an Desinfektionsspendern decken zu können.

"Das Händedesinfektionsmittel muss Pflegestoffe sowie Rückfetter enthalten – damit ist es nicht nur effektiv wirksam gegen Krankheitserreger, wie das Coronavirus, sondern schont zudem die Haut", erklärt Kerstin Heine, Chemikerin bei Hagleitner.
B. Braun hat mit dem Smart Dispenser ein innovatives Wandspendersystem eingeführt. Eine wichtige Funktion übernimmt dabei die faltbare Flasche, mit der bis zu 85 Prozent des Abfallvolumens eingespart werden kann und komplett recycelbar ist. Insgesamt ein moderner Warenspender mit digitalen Tools inklusive Awareness-Materialien, die ein intelligentes Hygienemanagement ermöglichen sollen.

hollu arbeitete währenddessen intensiv an seiner Supply Chain. "Durch intensive Arbeit an unseren Prozessen konnten wir unseren Betrieb hochfahren. Mit unserem neuen Gefahrenstofflager haben wir außerdem große Vorräte an Rohmaterial und haben so eine gute Basis, um unsere Produktions- und Lieferfähigkeit auch weiterhin aufrechtzuhalten", berichtet Hehenberger. Außerdem führt man mit der neuen holludes promano Händedesinfektion sowie den Produkten holludes Ultra, holludes Use und hollu Des AL EN-geprüfte Produkte laut Biozidverordnung und VAH-Richtlinien im Sortiment. Frisch auf den Markt erhältlich ist zudem die Softwarelösung NOA, ein digitaler Hygienemanager, der bei der Erhöhung der Hygienesicherheit unterstützt.

Peter Hehenberger, hollu Key Account Manager Direktvertrieb Österreich.
hollu
Peter Hehenberger, hollu Key Account Manager Direktvertrieb Österreich.

Maßnahmen für den Handel

Besonderes Augenmerk legten Unternehmen der Systemhygiene auf den Handel und bieten ausgeklügelte Lösungen für den POS an. Allen voran finden hier Hygiene-Stationen Anwendung. Umdasch vereint darunter Desinfektionsmittel-, Tuch- und Maskenspender – je nach Modell mit unterschiedlichen Ausführungen, von einfachen Spendern bis hin zu Stationen mit integrierten Technologien wie Digital Signage oder Zutrittskontrollen für die Regulierung der Kundenströme. Alles kontaktlos versteht sich. "Somit wird Geschäften und Marken jeder Größe und mit jedem Budget das Hygiene-Management der Fläche ermöglicht", heißt es. Auch Komplettpakete, wie sie beispielsweise hollu anbietet, stehen hoch im Kurs. Der Hygieneprofi liefert so neben Desinfektionsmitteln auch Anleitungen und Reinigungspläne mit. Zudem gibt es Mitarbeiterschulungen, um sichere Anwendungen zu gewährleisten.

Umdasch


Vor allem letzteres scheint immer wichtiger zu werden. Denn falsche Anwendung oder schlechte Produkte können nicht nur wirkungslos, sondern darüber hinaus auch schädlich sein. Da wäre zum einen der essenzielle Unterschied zwischen Oberflächendesinfektion und Handdesinfektion zu beachten. "Während beispielsweise 45 Prozent Ethanol für die Oberflächendesinfektion ausreichen, müssen es bei der Händedesinfektion mindestens 65 Prozent sein. Der hohe Alkoholgehalt würde die Haut jedoch austrocknen. Entsprechend wichtig sind dermatologische Gutachten: Das Händedesinfektionsmittel muss Pflegestoffe sowie Rückfetter enthalten – damit ist es nicht nur effektiv wirksam gegen Krankheitserreger, wie das Coronavirus, sondern schont zudem die Haut", erklärt Kerstin Heine, Chemikerin bei Hagleitner. Außerdem sollte man "im Hinblick auf den Werterhalt von Oberflächen sowie in puncto Hautschutz und Gesundheit chlorbasierende Desinfektionsprodukte vermeiden", ergänzt Hehenberger. Das ist vor allem deshalb zu erwähnen, da aufgrund von Engpässen bei Desinfektionsmitteln auch nicht zertifizierte Produkte zugelassen wurden, die in ihrer Zusammensetzung zum Teil fragwürdig sind. Bei B. Braun empfiehlt man daher, "neben der Wirksamkeit vor allem auf Zusätze von Rückfettern und Feuchtigkeitsspendern zu achten".

Die Auseinandersetzung mit wirkungsvollen Produkten wird uns auch in Zukunft begleiten, ist man sich einig und glaubt, dass Spender im Handel und anderen Einrichtungen genau so bleiben werden, wie  allgemein Desinfektionsprodukte für die Konsumenten. "Sowohl Hände- als auch Oberflächendesinfektion werden uns hoffentlich auch in Zukunft ständig begleiten – und das nicht nur durch Krisen. Sie werden wohl ein selbstverständlicher Bestandteil im Konsumverhalten werden – und das ist gut so" schließt Gottfried F. Berger, Head of Country Management bei Hagleitner.

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