Schirnhofer: Eigene Filialen sind zu, Zielpun...
 
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Eigene Filialen sind zu, Zielpunkt-Theken bald Geschichte

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Schirnhofers Genusswelten wurden geschlossen. ©Schirnhofer
Schirnhofers Genusswelten wurden geschlossen. ©Schirnhofer

Eigentümer Karl Schirnhofer macht beim gleichnamigen steirischen Feinkosthersteller Tabula rasa. Sechs eigene Feinkost- und Imbiss-Standorte - es waren noch 2013 rund 50 "Genusswelten" geplant - sind seit dem Wochenende zu. Und auch der Rückzug bei Zielpunkt passiert schneller als erwartet.

In einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" gestand Karl Schirnhofer ein: "Das System ist wirtschaftlich gefloppt." Der Firmengründer und -eigentümer hat mit Jahresbeginn wieder die Führung von Schirnhofer übernommen und krempelt das Unternehmen seither kräftig um. Auch der Rückzug mit eigenen Verkaufstheken bei Zielpunkt nach der Komplettübernahme durch Pfeiffer wird schneller als ursprünglich geplant abgeschlossen. Schon im heurigen November statt ursprünglich im Frühjahr 2015 wird er abgeschlossen sein, berichtet Schirnhofer im Gespräch mit dem Kurier.

Der Umsatz des Unternehmens wird im laufenden Geschäftsjahr von 195 Millionen Euro auf 155 Millionen Euro sinken. Künftig will sich die Firma als "der erste grüne Fleischverarbeiter Österreichs" aufstellen. Schirnhofer zum Kurier: "Ab kommendem Jahr wollen wir CO2-neutral produzieren, was wir mit unserem eigenen Biomassekraftwerk realisieren wollen. Derzeit brauchen wir 800.000 Liter Heizöl im Jahr. Unsere Exporte nach Deutschland sind schon jetzt CO2-neutral. Das macht uns sympathisch."
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