Palmers: Ein Jahr nach der Übernahme: Palmers...
 
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Ein Jahr nach der Übernahme: Palmers forciert Revitalisierung der Traditionsmarke

Lukas Lorenz
Der Vorstand von Palmers Textil: Tino, Marc und Luca Wieser. © Lukas Lorenz
Der Vorstand von Palmers Textil: Tino, Marc und Luca Wieser. © Lukas Lorenz

Das Motto lautet: „Back to Palmers Original“, Branding und Logo sollen in Look und Farbe wieder zum originalen Markendesign zurückkehren.

Vor einem Jahr wurde die Palmers Textil AG von den Brüdern Marc, Tino und Luca Wieser übernommen. Nun zieht das Unternehmen mit 200 Standorten in Österreich Bilanz. Im Mittelpunkt der Zukunftsstrategie steht ein Transformationsprozess in Richtung Stärkung der Marke in Österreich, die durch Marketingaktivitäten, Rebranding und neue neue Store-Konzepte auch durch eine neue Digitalstrategie erreicht werden soll. Darüber hinaus soll der internationale Auftritt gestärkt werden. Palmers prognostiziert einen Jahresumsatz von 70 Millionen Euro zum kommenden Bilanzstichtag am 31. Jänner 2017. Damit kann sich das Kerngeschäft laut Tino Wieser „auf Vorjahresniveau halten“. 

Marc Wieser, CEO und Vorstandsvorsitzender der Palmers Textil AG, hat bereits große Pläne für das Unternehmen: „Wir haben großen Respekt vor der Erfolgsgeschichte der Familie Palmers: Es ist uns wichtig, aus dem Hause Palmers – nach Jahren der Führung durch einen ausländischen Fonds – wieder ein lebendiges österreichisches Unternehmen mit einer starken Markenkultur zu machen.“ Unter dem Motto „Back to Palmers Original“ soll eine Revitalisierung der Kultmarke stattfinden. Dies spiegelt sich beim Branding und Logo wieder, das in Look und Farbe zum originalen Markendesign zurückkehrt. Kultige Geschenkideen werden modernisiert, wie etwa die Palmers Münze, die zum Muttertag 2017 als Palmers Münze 2.0 digital auslesbar sein wird.

Neuer Auftritt am Point of Sale
Der modernisierte Auftritt am Point fo Sale will Palmers laut Wieser „vor allem das Produkt stärker hervorstreichen und mit Eleganz Lust auf mehr Verweilen und Stöbern“ abzielen. Vor allem jüngere Kundinnen sollen so wieder verstärkt in die Filiale gelockt werden. Zwei unterschiedliche Ladenbaudesigns namens „Aqua“ und „Golden Cage“ werden dabei – je nach Standort – umgesetzt, diesen Herbst wurden bereits drei neue Standorte in der Linzer PlusCity, in der Merkurcity Wiener Neustadt sowie im Wiener Columbuscenter nach dem Design gestaltet. Für 2017 ist es Ziel von Palmers, rund 50 neue Shops in Österreich, Deutschland und osteuropäischen Nachbarländern zu eröffnen.

Erst im Oktober 2016 gab es die Exklusiv-Kollektion Privée von Palmers. Mit In-House-Designern wird bereits an den Frühling-/Sommer- und Herbst-/Winter Kollektionen 2017 gearbeitet, die mit deutlich modernerem Design, Farben und Schnitten auch bei Basics und Athleisure auftreten.

Mit 2017 kommt Relaunch des Onlineshops
Im Onlinehandel darf sich das Unternehmen über Umsatzzuwächse von rund zehn Prozent freuen. Neben dem Onlinehandel gibt es auch Anstiege der Verkäufe bis zu 15 Prozent in den Standorten der süd- und östlichen Nachbarländer. Apropos online: Ab 2017 bekommt der Onlineshop von Palmers ein deutliches Facelift, das auch mobil mit Responsive Design glänzen wird. „Palmers setzt hier vor allem auf einen Ausbau einer breiten Omnichannel Strategie des Konzerns, von dem auch die Filialen und Franchisenehmer profitieren sollen“, sagt Luca Wieser. Für die Kunden werden dann Shopping-Möglichkeiten wie „buy&send-home“ oder auch „Click & Collect“ zur Verfügung stehen. Auch eine stärkere Präsenz in den Bereichen Social Media, Video Content und Bloggerrelations soll forciert werden, um in neue Kundensegmente vorzustoßen.
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