Frage des Monats: Einkaufen nach Plan
 
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Der Einkaufszettel erfreut sich wiedergewonnener Beliebtheit.® Fotolia.com
Der Einkaufszettel erfreut sich wiedergewonnener Beliebtheit.® Fotolia.com

Die Wirtschaftskrise bedingt laut Experten einen Wandel des Einkaufsverhaltens der Österreicher. Die aktuelle Frage des Monats hat aber ergeben: 50 Prozent der Konsumenten sehen – zum jetzigen Zeitpunkt – diesbezüglich keine Änderung.

Bereits im Herbst 2008 erhob Info Research International das Einkaufsverhalten der Österreicher. Damals gaben nur 28 Prozent der Befragten an, dass „sich nichts geändert hat“. In den aktuellen Ergebnissen beläuft sich der Wert auf stattliche 50 Prozent. Mag. Fritz Alexander, Geschäftsführer von Info Research International, erklärt dieses Resultat wie folgt: „In den aktuellen Ergebnissen zeigt sich diesmal, dass weniger Änderungen wahrgenommen werden – nachdem damals die ‚Spar-Gesinnung‘ schon relativ stark zur Geltung kam.“ Und weiter meint er: „Die allgemeine Stimmung zum „weniger einkaufen“ (damals 14 %) hat sich seither abgeschwächt (3 %).“

Mit Aktionen sparen



Eingekauft wird also nach wie vor und auch bei der Menge ist Sparen nicht mehr in. Dem Blick ins Geldbörserl begegnet man aber dennoch mit angemessener Skepsis, und so ist es wenig verwunderlich, dass die Beliebtheit von Aktionswaren nach wie vor anhält. So geben 43 Prozent der Befragten an, beim Diskonter gezielt Aktionsprodukte zu kaufen, im Supermarkt bejahen dies 49 Prozent und im Drogeriemarkt schlagen 41 Prozent bei Angeboten zu. Erwähnenswert bei letzterem Geschäftstyp ist, dass hier Frauen mit 46 Prozent häufiger zu Angeboten greifen als Männer (35 %).

Planung ist das halbe Leben



Die Umfrage bringt aber neben dem Griff zu Aktionswaren noch weitere spannende Erkenntnisse in puncto Einkaufsplanung (Achtung: Mehrfachnennungen der Kaufgewohnheiten war hier jeweils möglich) auf den Tisch. Überraschend ist etwa: Egal ob beim Diskonter, im Supermarkt oder im Drogeriemarkt, rund 50 Prozent der Konsumenten verlassen sich bei Besorgungen auf ihren Einkaufszettel. Das heißt, der Einkauf findet überwiegend geplant statt, Spontankäufe kommen seltener vor – und das bei allen drei Geschäftstypen. Beim Diskonter entscheiden 31 Prozent der Konsumenten erst im Geschäft was sie nehmen, im Supermarkt legen sich 27 Prozent intuitiv fest und im Drogeriemarkt agieren 20 Prozent aus dem Bauch heraus. Interessantes Umfragedetail am Rande: Unabhängig vom Geschäftstyp nimmt die Tendenz zum Spontankauf mit zunehmenden Alter ab.

® Info Research International
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