Arbeiterkammer Wien: Einkaufskorb – um acht P...
 
Arbeiterkammer Wien

Einkaufskorb – um acht Prozent teurer

S. Hofschlaeger / Pixelio.de
Der Inhalt des Einkaufskorbs wurde teurer, sagt die Wiener Arbeiterkammer © S. Hofschlaeger / Pixelio.de
Der Inhalt des Einkaufskorbs wurde teurer, sagt die Wiener Arbeiterkammer © S. Hofschlaeger / Pixelio.de

Ein Einkaufskorb mit günstigen Produkten kostet jetzt um knapp acht Prozent mehr als noch im März 2016. Das zeigt ein aktueller AK-Preismonitor von 40 preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln in sieben Wiener Geschäften.

„Alles wird teurer“ – dieser Stoßseufzer der österreichischen Konsumenten wird auch heuer wieder zu hören sein, denn rund jedes dritte Produkt wurde – teilweise spürbar – teurer, darunter auch Grundnahrungsmittel. Dies weist der aktuelle Preismonitor der Wiener Arbeiterkammer aus. Kostete im März 2016 ein Einkaufkorb mit den jeweils günstigsten Produkten durchschnittlich rund 48 Euro, so lag der Preis im März 2017 bei knapp 52 Euro – ein Plus von 7,6 Prozent. Einige Produkte wurden empfindlich teurer, sie treiben den Preis für den Einkaufskorb nach oben. Konkret: Bei 15 Produkten ist der Preis gleich geblieben, neun wurden billiger und 16 teurer, acht davon empfindlich teurer.

En Detail

Was empfindlich teurer wurde: Z.B. Teebutter (plus knapp 34 Prozent, ein ziemlich hoher Wert), Mischbrot (plus 18 Prozent), Gouda-Käse (plus knapp 17 Prozent) oder Haarshampoo (plus 21 Prozent). Gleichgeblieben sind Mineralwasser, Dosenbier, Feinkristallzucker, Reis, Mehl, Vollmilchschokolade, Marillenmarmelade, passierte Tomaten, Sonnenblumenöl, Tafelessig, Fischstäbchen, Pizza Margherita, Katzenfutter, Zahnpasta und Toilettenpapier – sie kosten in allen erhobenen Geschäften gleich viel wie im März 2016. Billiger wurden beispielsweise Erdäpfel (minus knapp 14 Prozent), Eier (minus knapp sieben Prozent), Penne-Nudeln (minus sechs Prozent) und Bananen (minus fast fünf Prozent). Für den Einkaufskorb verlangen Supermärkte um durchschnittlich 8,2 Prozent mehr als Diskonter.

Aufs Geld schauen

„Viele Menschen müssen auf ihr Geld schauen und vergleichen sehr wohl die Preise. Für sie ist es bitter, wenn günstige Lebensmittel teurer werden. Das drückt aufs Geldbörsel“, sagt AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. „Daher nehmen wir auch regelmäßig die Preisentwicklung bei den preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln unter die Lupe.“ Bei den günstigsten Produkten handelt es sich übrigens vorwiegend um Eigenmarken der Handelsunternehmen.

Zum Preismonitor der Wiener Arbeiterkammer (auch hier zu finden: wien.arbeiterkammer.at): Die AK hat Anfang März 40 der preiswertesten Lebens- und Reinigungsmittel in sieben Supermärkten und Diskontern in Wien erhoben. Die Geschäfte in Wien: Billa, Hofer, Interspar, Lidl, Merkur, Penny, Spar. Man hat Aktionen berücksichtigt, allerdings nicht die Kundenkarten-Vorteilspreise oder Mengenrabatte.
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