WKO/ KMU Forschung Austria: Einzelhandel blei...
 
WKO/ KMU Forschung Austria

Einzelhandel bleibt stabil

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Ernst Gittenberger/KMU Forschung Austria, Peter Buchmüller und Iris Thalbauer/beide WKO Sparte Handel © Cash
Ernst Gittenberger/KMU Forschung Austria, Peter Buchmüller und Iris Thalbauer/beide WKO Sparte Handel © Cash

Nach dem Höhenflug 2017 flacht das Wachstum im EH 2018 wieder etwas ab. Die Konjunkturentwicklung normalisiert sich.

Der stationäre Einzelhandel in Österreich erzielte 2018 ein Umsatzwachstum von 1 % (nominell) und erwirtschaftete einen Gesamtumsatz von 71,7 Mrd. Euro (brutto). Heimische Onlinehändler schafften ein nominelles Umsatzplus von 4 % und setzten rd. 3,3 Mrd. Euro (brutto) um. Zu diesen Ergebnissen kommt die KMU Forschung Austria. Heute, Mittwoch, stellte Projektleiter Ernst Gittenberger die Konjunkturanalyse in der Wirtschaftskammer gemeinsam mit Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel und Bundessparten-GF Iris Thalbauer vor. 

„Die österreichische Gesamtwirtschaft befindet sich nach wie vor in einer Hochkonjunkturphase, aber der Höhepunkt scheint überschritten. Wir im stationären Einzelhandel greifen dieser Entwicklung vor, denn bei uns normalisiert sich die Konjunktur bereits“, analysiert Buchmüller die aktuellen Ergebnisse. 40 % der Einzelhandelsgeschäfte realisierten im Gesamtjahr 2018 Umsatzzuwächse. Und während weitere 18 % eine stabile Entwicklung melden, mussten 42 % Umsatzeinbußen hinnehmen. Die prozentuell höchste Umsatzsteigerung im Branchenschnitt gab es im EH mit Bau- und Heimwerkerbedarf, gefolgt vom Sportartikeleinzelhandel und dem Lebensmitteleinzelhandel. Der LEH bleibt auch weiterhin die umsatzstärkste Einzelhandelsbranche, die für ein Drittel der Umsätze verantwortlich zeichnet. Das Plus gegenüber 2017 betrug 1,6 % (Quelle: Nielsen Umsatzbarometer).

Die Verkaufspreise stiegen im EH 2018 durchschnittlich um 1,5 % und damit weniger stark als die Inflationsrate, erklärt Gittenberger. Die Preisentwicklung war von Branche zu Branche verschieden. "Die Preiserhöhungen im LEH entsprechen in etwa dem Einzelhandelsdurchschnitt und liegen unter der allgemeinen Inflationsrate", so der Experte. Die größten Preisrückgänge gab es im EH mit Elektrogeräten, Computern und Fotoartikeln.

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