Karstadt/Galeria Kaufhof: Endlich hat es gekl...
 
Karstadt/Galeria Kaufhof

Endlich hat es geklappt

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Künftig unter einem Dach: Karstadt....
Künftig unter einem Dach: Karstadt....

René Benkos Signa Gruppe hat es nun doch geschafft. Nach monatelangen Verhandlungen und zwischenzeitichen Zerschlagungen des angestrebten Deals steht mittlerweile das Joint Venture zwischen Karstadt-Eigner Signa und Kaufhof-Mutter Hudson‘s Bay.

Strategisches Ziel laut LZnet: Gemeinsam das Einzelhandelsgeschäft zukunftsfähig zu machen und im digitalen Zeitalter einen der führenden Omnichannel-Anbieter entstehen zu lassen.

Dabei sollen zumindest vorerst die Namen Kaufhof und Karstadt erhalten bleiben. In das Gemeinschaftsunternehmen gehen auch das Lebensmittel- und Gastronomiegeschäft der beiden Händler, Karstadt Sport sowie das HBC-Outletformat Saks off 5th, die Hudson‘s-Bay-Filialen in den Niederlanden und die Kaufhof-Tochter Inno in Belgien ein.

Insgesamt zählt die Deutsche Warenhaus-Holding künftig 243 Standorte und wird rund 32.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die E-Commerce-Plattformen wie kaufhof.de und karstadt.de werden zusammengeführt.Am der Spitze des zusammengeschlossenen Warenhausgeschäfts, so LZnet weiter, wird Karstadt-Chef Stephan Fanderl stehen, zu dessen Team Führungskräfte von Kaufhof und Karstadt gehören werden.

Im Aufsichtsrat des neuen Unternehmens sollen sich HBC und Signa sechs Sitze teilen. „Jetzt beginnt eine Phase, die von harter Arbeit, großen betrieblichen Herausforderungen und fordernden Marktveränderungen geprägt ist“, erklärte Fanderl. HBC-Chefin Helena Foulkes erklärte gegenüber Analysten durch den Zusammenschluss Synergien heben und die Profitabilität steigern zu wollen.

Für Unruhe unter den Mitarbeitern hatten zuvor bereits Berichte über mögliche Personaleinschnitte bei Kaufhof nach dem Zusammenschluss gesorgt. Die Warenhausbetreiber ließen aber zunächst offen, ob Filialschließungen oder ein Stellenabbau geplant sind. Der Betriebsrat von Karstadt erklärte in einer ersten Stellungnahme nun, dass die Fusion „nicht durch Arbeitsplatzabbau bezahlt werden“ dürfe. Er forderte den Erhalt aller Arbeitsplätze und Standorte. Die Gewerkschaft Verdi pocht zudem darauf, in die Planungen einbezogen zu werden.

Interessantes Detail am Rande: Signa wird 50,01 Prozent am operativen Geschäft und HBC 49,99 Prozent halten. An den Kaufhof-Immobilien sollen die Unternehmen jeweils mit 50 Prozent beteiligt sein, wobei das gesamte Immobilienpaket mit 3,25 Mrd. Euro bewertet wird

.... und Galeria Kaufhof
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.... und Galeria Kaufhof


René Benko, Chef der Signa-Group (Fotos: Karstadt, Galeria Kaufhof Signa)
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René Benko, Chef der Signa-Group (Fotos: Karstadt, Galeria Kaufhof Signa)
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