Altstoff Recycling Austria: Erfassungsmenge u...
 
Altstoff Recycling Austria

Erfassungsmenge um 9.000 Tonnen gesteigert

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Präsentierten die ARA-Bilanz 2014: Vorstand Werner Knausz, Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Berger und Vorstand Christoph Scharff (v.l.)
Präsentierten die ARA-Bilanz 2014: Vorstand Werner Knausz, Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Berger und Vorstand Christoph Scharff (v.l.)

Schöne ARA-Bilanz 2014: 844.900 Tonnen Verpackungen gesammelt und damit 670.000 Tonnen CO2 eingespart.

Sieht man sich die einzelenen Packstoffe bei der getrennt durchgeführten Sammlung an, so ist der Anstieg der Erfassungsmenge um über 9.000 t oder knapp über 1 % zum Teil auf die Integration der Öko-Box zurückzuführen, die zu einer Steigerung der Leichtverpackungssammlung führte (+3.200 t). CO2

Einen deutlichen Zuwachs gab es auch bei Papier mit einem Plus von 7.600 t. Bei Glas war mit einem Minus von 1.500 t ein geringfügiger Rückgang zu verzeichnen und bei den Me-tall- und Holzverpackungen konnte das hohe Vorjahresniveau gehalten werden.

Interessant dabei: Von insgesamt 844.900 Tonnen fallen 524.700 t in den Haushalts- und 320.200 t in den Indus-trie- und Gewerbebereich, wobei die Pro-Kopf-Sammelmenge an Verpackungen und Altpapier aus Haushalten 2014 mit 116,5 kg etwas unter dem Vorjahreswert von 117,4 kg lag. Nicht weniger als 805.000 der 844.900 gesammelten Tonnen wurden stofflich und thermisch verwertet.

In Österreich stehen mittlerweile 1,649.000 Sammelbehälter für die getrennte Verpackungssammlung zur Verfügung, um 41.000 mehr als im Jahr zuvor. Auch die Sammlung mit dem Gelben Sack wurde vor allem in Wien weiter ausgebaut: Im Vorjahr sammelten bundesweit 1,539.000 Haushalte damit ihre Leichtverpackungen bequem ab Haus, das sind um rund 19.000 mehr als 2013.

Darüber hinaus gingen die Kosten für die Wirtschaft von 135,8 Mio. Euro auf 132,7 Mio. Euro zurück – eine Folge gesunkener Lizenztarife. Diese lagen 2014 bei durchschnittlich 123 Euro/Tonne (2013: 126 Euro/Tonne).

Seit Anfang 2015 ist die ARA auch im Haushaltsbereich nicht mehr einziger Anbieter. Neben ARA und Austria Glas Recycling (AGR) haben vier weitere Sammelsysteme eine Zulassung erhalten. Naturgemäß führte dies zu einer Verschiebung der Marktanteile. Die ARA hält aktuell bei einem Marktanteil zwischen 75 und 80 %.

ARA Vorstand Werner Knausz analysiert: „Die Marktentwicklung zeigt uns zweierlei: Erstens, dass der Wettbewerb – soweit wir es derzeit beurteilen können – funktioniert. Es gibt Bewe-gung im Markt, Unternehmen suchen sich gezielt ihr bevorzugtes Sammelsystem aus. Zwei-tens sehen wir, dass wir unseren Kunden ein überzeugendes Angebot bieten. Der überwiegende Teil unserer Partner hat uns weiterhin das Vertrauen ausgesprochen.“ Knausz sieht das auch als Bestätigung für die Leistung der Vergangenheit: „Erst im Wettbewerb sieht man, wie gut man wirklich ist.“

Zur Erinnerung: Auch die ARA musste aufgrund gesetzlicher Änderungen die Verträge mit allen Kunden neu fassen, um die Zusammenarbeit auf eine rechtssichere Basis zu stellen.

„Es ist noch zu früh, um ein abschließendes Resümee über die Marktöffnung zu ziehen“, meint ARA Vorstand Christoph Scharff. „Im Moment ist das Umweltministerium als zuständige Behörde am Zug: Das Gebot der Stunde ist es, das Verhalten aller Marktteilnehmer genau zu beobachten, um mögliche Fehlentwicklungen rasch zu identifizieren. Außerdem sind wichtige rechtliche Bausteine, wie die neue Abgeltungsverordnung, noch nicht finalisiert. Es liegt also noch Einiges vor uns."

Um ihren Kunden auch unter den geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen optimalen Service bieten zu können, hat sich die ARA Gruppe seit mehr als zwei Jahren intensiv vorbereitet. Durch die eigentumsrechtliche Verschränkung mit der Austria Glas Recycling und der Öko-Box und eine umfassende Dienstleistungsoffensive war die ARA bestmöglich für die Marktöffnung gerüstet.

Mit der neuen Servicemarke ARAplus bietet die ARA Gruppe mehr als 20 neue Dienstleistungen rund um die Entpflichtung von Verpackungen und Elektrogeräten und darüber hinaus an. Dazu zählen Online Tools im Verpackungsbereich für eine leichtere Mengenmeldung und die Überprüfung der Meldeprozesse beim Kunden, die Unterstützung bei externen Prüfungen bis hin zu aufwändigen Abfallstromanalysen, individuelle Entsorgungsleistungen, Workshops und Webinare im Rahmen der ARA Akademie sowie die ARA Evententsorgung.
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