Standort + Markt/ACSC: Erweiterungen lassen S...
 
Standort + Markt/ACSC

Erweiterungen lassen Shoppingcenterflächen wachsen

Unibail-Rodamco
Das Donauzentrum eröffnet im Herbst 2010 seinen Erweiterungszubau. © Unibail-Rodamco
Das Donauzentrum eröffnet im Herbst 2010 seinen Erweiterungszubau. © Unibail-Rodamco

Österreichs Shoppingcenter-Landschaft erlebt heuer eine Trendwende: Nur mehr etwa die Hälfte der neu hinzukommenden Verkaufsflächen von rund 150.000 Quadratmetern entsteht heuer in neu gebauten Shoppingcentern und Retail Parks, die zweite Hälfte durch Revitalisierung und Ausbau bestehender Center.

Das geht aus der soeben erschienenen „S + M Dokumentation Shoppingcenter Österreich 2009/10“ hervor, die von den Badener Standortberatungs-Spezialisten „Standort + Markt“ in Zusammenarbeit mit dem ACSC (Austrian Council of Shopping Centers) erstellt wurde.

„Für Herbst 2011 ist die Neueröffnung der Arkade in Salzburg geplant, dabei handelt es sich um ein Refurbishment des ehemaligen Forums, aber mit Ausnahme des Shoppingcenters Gerasdorf, dessen Baubeginn für September 2010, die Eröffnung für 2012 angesetzt sind, werden keine großen Neubauten mehr erwartet", erklärt ACSC-Generalsekretärin Dr. Sabine Schober, die für das zweite Halbjahr 2010 folgende Entwicklung skizziert: "Der erneuerte und erweiterte Draupark in Villach (10. 9.), das neu gebaute Qwest in Innsbruck (Oktober), das erweiterte Donauzentrum (Wien), die erneuerte Galleria (Wien) und das neue Riverside in Wien-Liesing stehen im Herbst zur Eröffnung an, das erweiterte und erneuerte Kaufhaus Kastner & Öhler in Graz am 20. 10. 2010 und das erneuerte und erweiterte Lentia (Linz) vor Weihnachten.“

Der Mythos von der Innenstadt



Anhand der neuen Daten räumt Mag. Hannes Lindner, Autor der S + M-Dokumentation, mit einem gerne kolportierten Mythos auf: „Fast schon gebetsmühlenartig wird der vermeintliche Trend verbreitet, Shoppingcenter kehrten zurück in die Innenstadt. Das können wir für Österreich nicht bestätigen! Denn die Reaktivierung von Handelsflächen betrifft gleichermaßen integrierte wie auch periphere Lagen. Einem Relaunch unterzogen werden solche Flächen, die neben einer gültigen Flächenwidmung idealer Weise auch über Widmungsreserven verfügen und darüber hinaus einen soliden Standort aufweisen“, stellt der Standort + Markt-Geschäftsführer fest.
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