café+co: Explodierende Rohkaffeepreise
 
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Im Jahresvergleich ist der Rohkaffeepreis im März 2011 um satte 84 Prozent gestiegen. So teuer war Kaffee bereits seit dem Jahr 1977 nicht mehr. Auch die Preise bei Kakao, Milchpulver und Zucker steigen stetig an.

Laut der International Coffee Organization (ICO) ist der Durchschnittspreis für Kaffee im März 2011 (Stand: 10. März) im Vergleich zum Vorjahr um 84 Prozent auf 230 US-Cent/Pfund gestiegen. Preistreibend wirkten vor allem die wegen ihres milden Geschmacks in Österreich sehr beliebten Hochland Arabica-Bohnen, deren Preis am 10. März 2011 bei 308,4 US-Cent/Pfund (vgl. 2010: 205,7 US-Cent/Pfund; 2002: 65 (!) US-Cent/Pfund) lag.

Kakao, Milchpuver und Zucker im Höhenflug

Dass auch die Kosten für Kakao, Milchpulver und Zucker immer stärker steigen - eine Tonne Kakao kostete im Februar 2011 (Stand 18.2.) 3.476 US-Dollar (+32 % innerhalb von zwei Jahren) und eine Tonne Milchpulver hält aktuell bei 2.750 Euro (vgl. 2009: 1.618 Euro) und kostet damit um 70 Prozent mehr als 2009 - macht der Kaffeebranche ebenfalls zu schaffen. Zudem treibt auch der Ölpreis die Preise in die Höhe, der Transport und Röstung verteuert.

Gerald Steger, Vorsitzender der Geschäftsführung von café+co kann für die nahe Zukunft keine Entwarnung geben: "Der weltweite Kaffeekonsum wird auch 2011 weiter ansteigen. Neben den Zuwächsen in China und Indien steigt auch der Verbrauch in den Produktionsländern kontinuierlich an. Gleichzeitig sind die Lager in Folge zahlreicher Ernteausfälle der Vorjahre so niedrig wie selten zuvor. Das macht den Kaffeepreis extrem anfällig für Schwankungen. Hinzu kommt, dass das aktuelle Preisniveau auch spekulativ 'überhitzt' ist. Mittelfristig rechnen wir jedenfalls mit starken Schwankungen auf hohem Niveau."

Preiserhöhungen notwendig
Aufgrund der extremen Preisschübe sind Preisanpassungen nun auch bei café+co notwendig, was Steger bedauert: "Wir haben lange versucht, Preisanpassungen zu vermeiden und auf eine Entspannung der Situation in Folge der guten brasilianischen Ernte gehofft. Dieser Effekt ist jedoch nicht eingetreten. Auf Grund des natürlichen Zwei-Jahres-Zyklus der Kaffeesträucher steht nun eine schwächere Ernte bevor, die an den Börsen bereits 'eingepreist' sein dürfte. Da wir jedoch im Vergleich zum Gastro-Kaffee mit sehr niedrigen Preisen arbeiten, werden sich auch die Erhöhungen im unteren Cent-Bereich bewegen."
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