EY: Arbeitnehmer bestehen auf Flexibilität
 
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Arbeitnehmer bestehen auf Flexibilität

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Für die Studie von EY wurden mehr als 16.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus verschiedensten Berufen und Branchen in 16 Ländern zu ihren Einstellungen und Erfahrungen in Bezug auf die Arbeit während und nach der Pandemie befragt.
Für die Studie von EY wurden mehr als 16.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus verschiedensten Berufen und Branchen in 16 Ländern zu ihren Einstellungen und Erfahrungen in Bezug auf die Arbeit während und nach der Pandemie befragt.

Eine aktuelle Studie von EY zeigt auf, dass mehr als die Hälfte der weltweit Beschäftigten ihren Job kündigen, wenn nach der Pandemie keine flexibleren Arbeitsbedingungen möglich sind.

Die Studie trägt den Titel "Work Reimagined", also die neue Vorstellung der Arbeitswelt, die die Prüfungs- und Beratungsorganisation EY weltweit durchgeführt hat. Dafür wurden mehr als 16.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus verschiedensten Berufen und Branchen in 16 Ländern zu ihren Einstellungen und Erfahrungen in Bezug auf die Arbeit während und nach der Pandemie befragt. Die Ergebnisse sind bemerkenswert:

Mehr als die Hälfte möchte mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten

Die Umfrage zeigt, dass sich neun von zehn Arbeitnehmer mehr Flexibilität in Bezug auf Ort und Zeit ihrer Arbeit wünschen. Wenn sie die Wahl hätte, würde sich mehr als die Hälfte der befragten Mitarbeitenden (54 %) für mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten entscheiden. Im Vergleich dazu wünschen sich 40 Prozent Variabilität hinsichtlich des Arbeitsortes. Die Mitarbeitenden möchten nach der Pandemie im Durchschnitt zwei bis drei Tage an einem anderen Ort, also remote, arbeiten können. Wenn die Einschränkungen aufgrund der Pandemie in ihren Ländern gelockert werden, würden 22 Prozent lieber Vollzeit im Büro arbeiten, wobei 33 Prozent der befragten Mitarbeiter eine insgesamt kürzere Arbeitswoche wünschen. Zwei Drittel (67 %) glauben, dass ihre Produktivität unabhängig vom Standort gleich bleibt.
Wenn die Einschränkungen aufgrund der Pandemie in ihren Ländern gelockert werden, würden 22 Prozent lieber Vollzeit im Büro arbeiten.
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Wenn die Einschränkungen aufgrund der Pandemie in ihren Ländern gelockert werden, würden 22 Prozent lieber Vollzeit im Büro arbeiten.
"Passion und People sind die Architektur eines erfolgreichen Unternehmens. Mehr denn je sind Arbeitgeber gut beraten, jetzt über die mobilen und flexiblen Arbeitsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiter zu reflektieren und die richtigen Signale zu setzen. Mit Passion und den 'richtigen People' folgt der Profit", fasst Oliver Suchocki, Leiter HR Management Consulting bei EY Österreich die Ergebnisse zusammen.

Millennials kündigen häufiger als Babyboomer

Zu den Berufsgruppen, die am ehesten ihren Arbeitsplatz wechseln würden, gehören Manager bzw. Führungskräfte, Mitarbeitende mit Technologie- oder Finanzaufgaben sowie Pflegekräfte. Zu denjenigen, die am ehesten in ihrer aktuellen Position bleiben, gehören die Babyboomer, Personen mit einer Betriebszugehörigkeit von mehr als zehn Jahren und Personen, die in der Verwaltung oder im Bildungswesen tätig sind. Besonders Millennials würden als letztes Mittel zur Kündigung greifen, wenn die Flexibilität bei ihrem Arbeitgeber nicht zufriedenstellend ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass Millennials kündigen, ist doppelt so hoch wie bei Babyboomer. Trotz der offensichtlichen Bereitschaft, den Arbeitsplatz für flexiblere Arbeitsregelungen zu wechseln, sagen die meisten der befragten Mitarbeitenden (76 %), dass sie mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind. Fast alle Beschäftigten (93 %) planen grundsätzlich, in den nächsten zwölf Monaten in ihrer derzeitigen Position zu bleiben.
„Flexibles Arbeiten ist die neue Währung, um Top-Talente zu gewinnen und zu halten. “
Regina Karner, Leiterin People Advisory Services und Partnerin bei EY Österreich


"Die Bereitschaft der Mitarbeitenden, im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld den Arbeitsplatz zu wechseln, ist ein entscheidender Faktor. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass Flexibilität sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber funktionieren kann. Flexibles Arbeiten ist die neue Währung, um Top-Talente zu gewinnen und zu halten. Arbeitgeber, die in Zukunft die besten Mitarbeitenden halten wollen, müssen flexibles Arbeiten in den Mittelpunkt ihrer Talentstrategie stellen", kommentiert Regina Karner, Leiterin People Advisory Services und Partnerin bei EY Österreich.
„66 Prozent der Befragten in Südamerika sind der Meinung, dass Unternehmen die Impfung aller Mitarbeiter vorschreiben sollten.“


Verpflichtende Impfung für die Arbeit im Büro

Im Rahmen der Umfrage wurden auch die Ansichten der befragten Mitarbeiter zum COVID-19-Impfstoff erhoben. 61 Prozent wollen, dass ihr Unternehmen die Impfung zur Voraussetzung für die Arbeit im Büro macht. Die Einstellung zu Impfungen ist je nach Region unterschiedlich: 66 Prozent der Befragten in Südamerika sind der Meinung, dass Unternehmen die Impfung aller Mitarbeiter vorschreiben sollten, während es in der Region EMEIA (Europa, Mittlerer Osten, Indien und Afrika) vergleichsweise nur 52 Prozent sind. In der Umfrage wurde auch die Einstellung zu bestehenden Arbeitsmethoden abgefragt, wobei die befragten Mitarbeiter die Auswirkungen der Telearbeit weitgehend positiv bewerten. Fast die Hälfte (48 %) gibt an, dass sich ihre Unternehmenskultur im Laufe der COVID-19-Pandemie verändert und verbessert hat, während nur 31 Prozent glauben, dass sie sich verschlechtert hat.
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