Bäckerei Felber: Felber-Zentrale wird CO2-neu...
 
Bäckerei Felber

Felber-Zentrale wird CO2-neutral

Felber
Roland Kuras und Doris Felber mit einem PV-Panel.© Felber
Roland Kuras und Doris Felber mit einem PV-Panel.© Felber

Durch ein Maßnahmen-Paket soll der Firmensitz der Bäckerei umweltfreundlich umgestaltet werden, finanziert wurde das Projekt "Flour Power" durch Crowdfunding.

Beraten von der Agentur "Power Solution" hat die Wiener Bäckerei Felber ihre Zentrale um nachhaltige Energielösungen erweitert. Durch das mittels Crowdfunding finanzierte Projekt ist die Zentrale bis 2021 CO2-neutral. Bei einem Investoren-Frühstück wurde von Felber-Geschäftsführerin Doris Felber und Roland Kuras, Geschäftsführer von Power Solution, der aktuelle Stand der Maßnahmen präsentiert:

Photovoltaik-Anlage
Auf dem Dach der Felber-Zentrale werden 800 m2 Solarstrom-Paneele von der Firma "Tausendundein Dach" verbaut. Die Anlage wird über 100 kW Peak verfügen, was einer Einsparung von 100.000 kWh entspricht. Der Zählpunkt ist bereits angemeldet, die Niederspannungsanlage wird aktuell angepasst und die Umsetzung wird im Detail geplant.

E-Ladestation
Zwei E-Tankstellen von Allmobil wurden bei der Zentrale bereits installiert. Dazu werden drei Stationen bei ausgewählten Felber-Filialen kommen, welche für die Kunden-Nutzung vorgesehen sind.

Ankauf von CO2-Zertifikaten
Die Energieversorgung der Zentrale wurde untersucht und ihre Treibhausgasemissionen wurden ermittelt. Durch den Ankauf von 3.300 Klimaschutz-Zertifikaten wurde der CO2-neutrale Betrieb bis 2021 sichergestellt. In Folge soll die gesamte Produktion Kohlenstoffdioxid-neutral gestaltet werden. Investiert wurden die Zertifikate in nachhaltige Forstwirtschaft in Uruguay, zwei Solarenergie-Projekte in Indien und zwei Kochofen-Projekte in Mali und Ghana.

Durch die Crowdfunding-Kampagne "Flour Power" wurden binnen einer Woche 200.000 Euro von über 120 Investoren gesammelt. Diese erhalten nicht nur Fixzinsen von bis zu 7%, sondern werden von Doris Felber persönlich alle drei bis vier Monate über den Verlauf des Projekts informiert. "Die Tradition des Backhandwerks steht bei Felber an erster Stelle - und diese möchten wir auch für unsere zukünftigen Generationen sichern. Doch das geht nur, wenn wir das Bewusstsein für die Energiewende fördern. Deshalb ist es mir besonders wichtig, dass wir unsere Unterstützer laufend informieren.", so die Geschäftsleiterin.

Für Power Solution-Chef Roland Kuras ist es wichtig, dass Investoren möglichst nahe an den von ihnen unterstützten Projekten sind: "Die Idee des Investorenfrühstücks ist nicht nur anonym Zahlen zu kommunizieren, sondern die Relevanz des Nachhaltigkeitsthemas auf einer persönlichen Ebene hervorzuheben und den Fortschritt greifbar zu machen."
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