40 Jahre Interspar: Flächendeckender Erfolg
 
-
Interspar Geschäftsführer Fritz Seher (li.) und Markus Kaser (re.)
Interspar Geschäftsführer Fritz Seher (li.) und Markus Kaser (re.)

Der erste Interspar eröffnete 1970. Längst ist das Verbrauchermarkt-Konzept von einst dem des modernen Hypermarktes gewichen. Über den Status quo und die Zukunftspläne im Jahr des 40-jährigen Bestehens sprach CASH mit den beiden Geschäftsführern Fritz Seher und Markus Kaser.

CASH: Herr Seher, Herr Kaser, auch wenn die genauen Zahlen noch nicht vorliegen – wie schaut Ihre vorläufige Bilanz 2009 aus?



Fritz Seher: Bitte verstehen Sie, dass wir keine vorläufigen Bilanzen bekannt geben.

Im Interview vor rund einem Jahr haben Sie u.a. die positive Entwicklung der Kundenzahlen bei Interspar erwähnt. Können Sie von dieser Front auch für das abgelaufene Jahr Erfreuliches berichten?



Seher: Absolut. Es hat 2009 abermals eine deutliche Steigerung gegeben – und das trotz massiver Umbaumaßnahmen an vielen bestehenden Standorten.

Da wir gerade beim Thema Umbauten sind: Ihre Agenda für 2009 war ja sehr ambitioniert: Refurbishment der Standorte Wien-Trillerpark, Feldkirch-Illpark und Salzburg-Europark, Spatenstiche in Klagenfurt und Villach, Neubau in Klosterneuburg oder die Gesamteröffnung Hollabrunn, um nur einige Projekte zu nennen. Hat es bei der Umsetzung dort oder da geeckt oder lief alles rund?



Seher: Natürlich sind derartige große Projekte nie gänzlich ohne kleinere Komplikationen abzuwickeln – aber ich bin stolz Ihnen sagen zu können, dass wir alle Projekte planmäßig abschließen werden und es im Großen und Ganzen wirklich rund läuft.

Wie viele Eröffnungen sollen es dieses Jahr werden und wie viel beabsichtigen Sie im Jahr des 40-jährigen Bestehens zu investieren?



Seher: Insgesamt wird es zehn Interspar-Eröffnungen geben. In Summe werden wir heuer rund 60 Millionen Euro investieren.

Und in Sachen Werbung? Wird uns der Alles-da-Spot auch durch das Jubiläumsjahr begleiten?



Markus Kaser: Ja, denn der Slogan bringt unsere Botschaft einfach perfekt auf den Punkt. Bei uns ist ja wirklich alles da. Heuer konzentrieren wir uns damit vor allem auf Hörfunk- und Print-Medien. Es steht ganz allgemein ein echtes Werbefeuerwerk vor uns, wir haben ja auch ein neues Flugblatt entwickelt, das sich klar von unserem Mitbewerb abhebt – genauso wie unsere Hypermärkte.

Apropos Werbefeuerwerk. Worauf dürfen sich Ihre Kunden freuen, was kommt da im Jubiläumsjahr auf die Interspar-Kunden zu?



Kaser: Erstens echte Preisgeschenke für unsere Kundinnen und Kunden mit noch nie da gewesenen Preishämmern. Diese kennzeichnen wir mit einem eigens kreierten Jubiläums-Logo. Sobald die Kunden dieses in unseren Hypermärkten, in unserem neuen Flugblatt, unseren Katalogen, den Interspar-Restaurants oder in einem unserer Online-Shops entdecken, können sie sicher sein: Knallerpreise wie diese hat Österreich noch nie gesehen. Zusätzlich wird es laufend unterschiedliche Kundenpromotions und Gewinnspiele geben.

Wenn man die ersten Interspar-Märkte mit heutigen vergleicht, was hatten diese damals, was sie auch heute noch haben, und umgekehrt: Was ginge heute gar nicht mehr, was damals vielleicht nicht wegzudenken war?



Seher: Gleichgeblieben ist die in Österreich einzigartige Breite des Sortiments und der Wille, ständig was Neues auszuprobieren und damit den Kunden ein Einkaufserlebnis zu bieten.

Kaser: Interspar hatte immer überregionale Strahlkraft und war
immer ein Magnetbetrieb. Was sich im Lauf der Jahre sicherlich geändert hat, ist die Sortimentszusammenstellung, weg von einem General-Store, hin zum Spezialisten rund um Haushalt & Familie. Und was heute nicht mehr ginge? Samstag Nachmittag geschlossen zu halten.

Worauf fußt Ihres Erachtens der nachhaltige Erfolg von Interspar?



Seher: Dass, wie bei Spar üblich, immer frühzeitig die richtigen unternehmerischen Schritte gesetzt wurden. So hat man zum Beispiel früh erkannt, dass das klassische Warenhaus stirbt und man hat die Non-Food-Sortimente entsprechend umgestaltet. Außerdem sehe ich unsere Stärke vor allem in der Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – egal, ob Fisch, Wein, Käse, Brot, Frischfleisch oder bei unserem Non-Food-Angebot, unsere Mitarbeiter sind top-informiert und können somit unsere Kunden stets kompetent beraten.

Kaser: Ein weiterer Faktor ist die enge Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten. Im Endeffekt spannt sich der Bogen des Interspar-Sortiments von exotischen Produkten bis hin zu tief verwurzelten regionalen Erzeugnissen – und unsere Kunden wissen dies sehr zu schätzen. Wer in Österreich richtig einkaufen und alles in einem Geschäft erhalten will, dem bleibt seit 40 Jahren nur eines: der Einkauf bei Interspar!

Ist das Format Verbrauchermarkt inzwischen ausgereizt oder sehen Sie diesbezüglich noch Entwicklungspotenzial? Wohin geht die Reise Ihres Erachtens?



Seher: Das klassische Verbrauchermarkt-Konzept ist sicherlich schon seit Längerem ausgereizt. Aus diesem Grund hat Interspar ja bereits um die Jahrtausendwende den Hypermarkt mit Frische-Marktplatz und Warenwelten entwickelt. Diese Idee bietet eine ganz spezielle Einkaufsatmosphäre und hilft zudem bei der Orientierung durch unser riesiges Sortiment von bis zu 50.000 Produkten.

Was würden Sie gerne zum Fünfziger über Interspar berichten?



Kaser: Dass es nochmals deutlich mehr Interspar-Standorte gibt – flächendeckend vom Boden- bis zum Neusiedlersee. Und natürlich, dass wir weiterhin der Innovationsmotor im österreichischen Handel sind und dadurch die Nase immer vorne haben. Doch am Allerwichtigsten: dass unsere Kundinnen  und Kunden immer noch gerne bei Interspar einkaufen.

Herr Seher, Herr Kaser, vielen Dank für das Interview!



Interspar - Daten und Fakten

Interspar ist das größte Tochterunternehmen von Spar Österreich. In den österreichweit derzeit 61 Interspar-Standorten (mit einer Verkaufsfläche von insgesamt rund 266.000 m2) können Kunden aus einem Sortiment von mehr als 50.000 Artikeln wählen. Bei Interspar sind rund 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – davon 350 Lehrlinge. Das Erfolgskonzept liegt in der einzigartigen Kombination aus Food- und Non-Food-Produkten. Zusätzlich unterstützen foglende Online-Shops den Absatz:
Online-Shops bei Interspar
www.weinwelt.at: 1.300 Weine, Spirituosen und kulinarische Geschenke
www.digiwelt.at: Über 420 Technikprodukte mit vielen Detailinfos (Testzertifikaten, Spezifikationen etc.)
www.interspar.at/spielen: Über 300 verschiedene Artikel für Jung & Alt

Quelle: Unternehmensangaben



Vor 40 Jahren eröffneten die ersten Interspar-Standorte. Im Bild der Markt in Dornbirn.
-
Vor 40 Jahren eröffneten die ersten Interspar-Standorte. Im Bild der Markt in Dornbirn.


Längst ist das Verbrauchermarkt-Konzept von einst dem des modernen Hypermarktes gewichen.
-
Längst ist das Verbrauchermarkt-Konzept von einst dem des modernen Hypermarktes gewichen.


Frische-Marktplatz und Warenwelten sorgen für die spezielle Einkaufsatmosphäre.
-
Frische-Marktplatz und Warenwelten sorgen für die spezielle Einkaufsatmosphäre.


Die Bäckerei im neu gestalteten Interspar-Hypermarkt im Europark© Fotos: Interspar
Fotos: Interspar
Die Bäckerei im neu gestalteten Interspar-Hypermarkt im Europark© Fotos: Interspar
stats