AMA Marketing/LEH: Fleischmarkt entwickelt si...
 
AMA Marketing/LEH

Fleischmarkt entwickelt sich

Die aktuellen Zahlen des ersten Trimesters 2009 (Jänner bis April) zeigen, dass im LEH und Fleischer-Fachhandel der Absatz von Fleisch und Gemüse sowohl mengen- (+5,6 %) als auch wertmäßig (+8,1 %) im Vergleich zum Vorjahr 2008 zulegen konnte.

Das heißt: Von Jänner bis April 2009 wurden rund 41.500 Tonnen Fleisch im Wert von ca. 255 Millionen Euro verkauft.

Vorbereitetes Fleisch ist top
Besonders beliebt sind dabei vorbereitete Fleischarten wie etwa mariniertes Fleisch. Die Konsumenten kauften hiervon im ersten Trimester 2009 um 16 Prozent mehr und gaben dafür rund 22 Prozent mehr aus.
Nach Segmenten aufgeschlüsselt, punktete vor allem Rind- und Kalbfleisch mit einem mengenmäßigen Wachstum von 10,6 Prozent und einem wertmäßigen Plus von 10,3 Prozent. Schweinefleisch konnte lediglich in der Menge mit 4,7 Prozent zulegen und liegt hinter der allgemeinen Entwicklung zurück. Im Wert ist ein Zuwachs von 5,2 Prozent zu verzeichnen, was darauf hinweist, dass sich der sehr schlechte Schweinepreis etwas erholt hat. Auch Faschiertes wuchs mengenmäßig (+4,6 %) nur durchschnittlich, überrascht aber im Wert mit plus 13,3 Prozent.

Fleisch ist bei immer mehr Konsumenten beliebt
Im ersten Trimester 2009 kauften 88 Prozent aller Konsumenten mindestens einmal Fleisch. Im Vergleichszeitraum 2008 belief sich der Wert auf 58,7 Prozent.
Es gibt also durchaus Bereiche, in welchen sich die Finanzkrise positiv auswirkt. Der Cocooning-Trend erlebt einen neuen Boom, die Konsumenten gehen weniger oft zum Essen ins Restaurant, sondern machen es sich zu Hause gemütlich - eine Chance, die der Fleischhandel für sich nutzen kann, denn auch wenn nur wenig Geld vorhanden ist, wird es in Fleischwaren investiert.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Gfk, im Rahmen dieser sich je nach Krisen-Betroffenheitsgrad, drei Konsumententypen heraus kristallisierten. Der Studie zufolge sind rund 14 Prozent der Haushalte akut krisengefährdet, 43 Prozent kommen gut zurecht und 56 Prozent spüren die Krise kaum. Laut Studie geben krisengefährdete Haushalte zwar für alle Verbrauchsgüter (FMCG = fast moving consumer goods) weniger aus, investieren aber mehr in Lebensmittel des täglichen Bedarfs und damit auch in Fleischprodukte.

Weitere Infos finden Sie in nachfolgendem PDF.
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