Handelsverband: Forderungspaket des Handels a...
 
Handelsverband

Forderungspaket des Handels an die Politik

Handelsverband /Katharina Schiffl
Präsentierten die Forderungen an die Politik (v. l. n. r.): Walter Osztovics (Managing Partner Kovar & Partners), Patricia Mussi (Geschäftsführerin Handelsverband Österreich), Sigrid Aibler (Country Manager Retail Austria Yves Rocher) und Stephan Mayer-Heinisch (Präsident Handelsverband Österreich) © Handelsverband /Katharina Schiffl
Präsentierten die Forderungen an die Politik (v. l. n. r.): Walter Osztovics (Managing Partner Kovar & Partners), Patricia Mussi (Geschäftsführerin Handelsverband Österreich), Sigrid Aibler (Country Manager Retail Austria Yves Rocher) und Stephan Mayer-Heinisch (Präsident Handelsverband Österreich) © Handelsverband /Katharina Schiffl

Im Vorfeld der Nationalratswahlen präsentierte der Handelsverband sein Forderungspaket an die nächste Regierung.

Dieses bezieht sich hauptsächlich auf die für den Handel zentralen Themen Arbeitsmarkt, Bildung, Raumordnung und Steuersystem. „Österreich ist ein Land der hohen Steuern und der hohen Lohnnebenkosten, ein Land mit hoher Regulierungsdichte, einem hohen Grad an Bürokratie. Man könnte sagen, der Handel fährt ständig mit angezogener Handbremse. Wir fordern die nächste Regierung auf, die Bremsen zu lockern und dem österreichischen Handel wieder freie Fahrt zu ermöglichen“, so Handelsverbandspräsident Stephan Mayer-Heinisch.

Konkret fordert man etwa eine Anpassung der Lebenseinkommenskurve mit höheren Einstiegsgehältern und einem flacheren Verlauf im Alter. So könne man  jungen Mitarbeitern interessantere Konditionen bieten und gleichzeitig werden ältere, erfahrene Beschäftigte wirtschaftlich attraktiver. Weiters empfiehlt der Handelsverband dringend, auf die EU-Fördermittel für Stadtentwicklung zuzugreifen. "Wir beanspruchen eine Initiative 'Einkaufsfreundliche Stadtentwicklung' in allen Bundesländern", betont Mayer-Heinisch.
Zudem spricht man sich angesichts des zunehmenden grenzüberschreitenden Online-Handels für eine europaweite Entzerrung des Wettbewerbs aus. "Steuern müssen im Liefer- und Leistungsland eingehoben, Abgaben europaweit vereinheitlicht und nicht entnommene Gewinne sollen steuerlich begünstigt werden", meint Mayer-Heinisch.
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