Wirtschaftskammer Wien: „Frauen auf der Überh...
 
Wirtschaftskammer Wien

„Frauen auf der Überholspur“

Adrian Almasan
Barbara Havel, Vorsitzende Junge Wirtschaft Wien © Adrian Almasan
Barbara Havel, Vorsitzende Junge Wirtschaft Wien © Adrian Almasan

Aktuelle Zahlen der Wiener Wirtschaftskammer (WKW) zeigen, dass immer mehr Einzelunternehmen fest in weiblicher Hand sind.

Im Jahr 2018 waren das über 23.000 Wiener Einzelunternehmen, gleichzeitig liegt die Frauen-Erwerbsquote in Österreich mit knapp 72 Prozent deutlich über dem EU-Schnitt, und die Österreicherinnen sind dazu sehr gut ausgebildet, sagt die WKW in einer Aussendung anlässlich des Internationalen Frauentags. Die Frauen haben also aufgeholt und befinden sich auf der Überholspur, sagen Barbara Havel, Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Wien, und Martina Denich-Kobula, Wiener Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, in derselben Aussendung.

Allerdings ist mit 15,9 Prozent bei den gewerberechtlichen Geschäftsführerinnen und 13,9 Prozent bei den handelsrechtlichen Geschäftsführerinnen der Plafond noch lange nicht erreicht. Ähnliches gilt für den Anteil von Frauen in Aufsichtsratspositionen. Der lag zuletzt bei 17,3 Prozent. Die Rede von der Überholspur bezieht sich darauf, dass die Statistik deutlich zeige, dass Frauen im Schnitt besser ausgebildet seien als Männer: Bei der Matura haben junge Frauen ganz klar die Nase vorne: Derzeit maturieren 47 Prozent der Mädchen eines Jahrgangs, allerdings nur 33 Prozent der gleichaltrigen Burschen. Ähnliches gilt für Studentinnen: 56 Prozent aller Absolventen sind mittlerweile weiblich.

Beim lebenslangen Lernen haben die Frauen ebenfalls die Nase vorn: 16,3 Prozent nehmen regelmäßig an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teil (Männer: 13,5 Prozent). Gute Ausbildung und die Bereitschaft, sich regelmäßig fortzubilden, sind also wichtige Grundlagen für einen beruflichen Erfolg, der sich sehen lassen kann: Knapp 288 Millionen Arbeitsstunden leisten Österreichs Unternehmerinnen pro Jahr, ihre Steuerleistung liegt bei über sieben Milliarden Euro jährlich.

Martina Denich-Kobula, Wiener Landesvorsitzende Frau in der Wirtschaft © Katharina Schiffl
Katharina Schiffl
Martina Denich-Kobula, Wiener Landesvorsitzende Frau in der Wirtschaft © Katharina Schiffl
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